Eisiger Zoff im italienischen Shorttrack-Team nach Olympia-Gold
Eisiger Zoff im italienischen Shorttrack-Team nach Gold

Eiszeit im italienischen Shorttrack-Team nach Olympia-Triumph

Italien feierte am 13. Februar 2026 den Gewinn der Team-Goldmedaille im Shorttrack bei den Olympischen Winterspielen. Doch hinter den jubelnden Fassaden herrscht eisige Kälte. Ausgerechnet nach dem historischen Triumph geht Pietro Sighel, selbst Goldmedaillengewinner, öffentlich auf Distanz zur erfolgreichsten Winter-Olympionikin Italiens, Arianna Fontana.

Sighels deutliche Kampfansage an Fontana

Sighel macht in seinen Aussagen keinen Hehl aus der angespannten Teamdynamik. „Sie trainiert seit acht Jahren im Ausland, das ist ihre Entscheidung. Wir bilden mit ihr natürlich kein Team – außer für die zweieinhalb Minuten, die wir auf der Bahn verbringen“, erklärt der Sportler kühl. Diese Worte stellen eine klare Spitze gegen Fontana dar, die mit inzwischen 13 Olympia-Medaillen als Superstar des italienischen Wintersports gilt.

Noch deutlicher wird Sighel mit Blick auf die anderen Teamkolleginnen: „Unsere Mädchen sind die wirklich Talentierten. Sie haben es geschafft, auch ohne sie ein Team zu bilden und sich weiterzuentwickeln.“ Damit unterstreicht er, dass der Erfolg trotz der Konflikte möglich war.

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Langjährige Spannungen seit 2019

Der aktuelle Zoff ist kein neues Phänomen. Die Spannungen zwischen Arianna Fontana und Teilen des italienischen Nationalteams reichen bis ins Jahr 2019 zurück. Damals beschuldigte Fontana zwei Teamkollegen, sie im Training absichtlich zu Fall gebracht zu haben. Dieser Vorfall beschäftigte jahrelang die Sportverbände – erst 2024 wurden die beiden beschuldigten Sportler offiziell freigesprochen.

Sighel kommentiert diese Vergangenheit nüchtern: „Es endete, wie es enden sollte – oder besser gesagt, es hätte gar nicht erst beginnen sollen. Die beiden Jungen wurden freigesprochen, weil sie die Tat nicht begangen hatten.“ Er fügt hinzu: „Das zeigt, dass man nicht unbedingt gut miteinander auskommen muss, um ein Team zu bilden. Oder besser gesagt: ein Gewinnerteam.“

Fontanas eiskalte Reaktion

Arianna Fontana reagiert auf die öffentlichen Angriffe ihres Teamkollegen mit deutlicher Distanz. „Sighel? Da falle ich aus allen Wolken, ich verstehe das nicht. Wenn es etwas zu beantworten gibt, werde ich antworten“, erklärt die erfahrene Athletin. Bis dahin will die erfolgreichste Winter-Olympionikin Italiens lieber schweigen und sich auf ihre sportlichen Leistungen konzentrieren.

Die Situation verdeutlicht ein paradoxes Phänomen im Spitzensport: Auf dem Eis funktioniert die Zusammenarbeit perfekt – genug für olympisches Gold. Doch abseits der Bahn herrscht eine Eiszeit, die das Team nachhaltig zu belasten droht. Während die Medaillen glänzen, bleiben die zwischenmenschlichen Beziehungen im Frost gefangen.

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