Engelhardt-Treffer gibt Cottbus Hoffnung im Aufstiegskampf
Engelhardt-Treffer gibt Cottbus Hoffnung

Hoffnungsschimmer in der Nachspielzeit

Energie Cottbus hat im Aufstiegskracher beim MSV Duisburg mit 1:2 verloren, doch der späte Anschlusstreffer von Erik Engelhardt könnte im Kampf um den zweiten Tabellenplatz noch Gold wert sein. Vor 30.107 Zuschauern in der ausverkauften Schauinsland-Arena zeigte Duisburg seine Heimstärke und führte nach 91 Minuten verdient mit 2:0. Dann schlug Engelhardt zu: Eine Flanke von Cigerci von der linken Seite bugsierte der 28-jährige Toptorjäger der Lausitzer mit Hilfe des Innenpfostens ins linke Toreck. Der Treffer in der Nachspielzeit war nicht nur der Anschluss, sondern könnte aufgrund der besseren Tordifferenz für Cottbus entscheidend sein.

Torverhältnis als entscheidender Faktor

Durch Engelhardts Last-Minute-Tor wächst der Vorsprung auf den jetzt punktgleichen MSV auf zwei Tore an. Energie hat ein Torverhältnis von 69:50 (plus 19), Duisburg steht bei 65:48 (plus 17). Laut DFB-Regelwerk (§46) entscheidet bei Punktgleichheit zuerst das Torverhältnis. Somit hat Cottbus die Nase vorn. Beide Teams haben nun 66 Punkte, auch RW Essen (64) lauert noch, trotz einer 6:1-Niederlage gegen Stuttgart II.

Duisburgs Heimstärke

Duisburg zeigte erneut, warum es zu Hause eine Macht ist. Nach einem Standard traf Bulic zur Führung, später erhöhte Kother nach einer starken Kombination auf 2:0. Cottbus hatte viel Ballbesitz, aber zu wenig Durchschlagskraft. Am Ende reichte es trotz Engelhardts Tor nicht mehr für ein Unentschieden. Mit dem Dreier im Aufstiegskracher zieht der MSV nach Punkten mit Cottbus gleich, nur noch vier Tore trennen die Klubs.

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Wollitz kritisiert Schiedsrichter

Trainer Claus-Dieter Wollitz (60) polterte nach der Partie gegen Schiedsrichter Robert Kampka: „Es zieht sich wie ein roter Faden – in diesem Spiel, in Osnabrück. Ein Schiedsrichter, der seine Karriere beendet, mit solchen Entscheidungen.“ Damit meinte er einige Pfiffe des Unparteiischen, insbesondere die letzte Aktion in der Nachspielzeit, als Kampka den Lausitzern einen klaren Eckball verweigerte und so die Chance auf den Ausgleich nahm. „Wir haben aber jetzt damit umzugehen“, beließ es der 60-Jährige.

Euphorie in der Lausitz

Trotz der Niederlage bleibt die Euphorie in der Lausitz groß. Das Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden am Samstag (14 Uhr/live MagentaTV) dürfte ausverkauft sein. Für das Saisonfinale in Regensburg haben sich bereits 5.000 bis 6.000 Cottbus-Anhänger angekündigt.

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