Englands Fußballer stolpern ohne ihren Starstürmer
Die englische Fußballnationalmannschaft hat ihren zweiten WM-Test im Jahr 2026 deutlich verpatzt. Unter der Leitung von Nationaltrainer Thomas Tuchel unterlag das Team im heimischen Wembley-Stadion Japan mit 0:1 (0:1). Dieser Rückschlag folgt nur vier Tage nach dem enttäuschenden 1:1-Unentschieden gegen Uruguay und macht den Fehlstart ins entscheidende Turnierjahr damit vollständig perfekt.
Harmlose Offensive ohne ihren Schlüsselspieler
Die Gastgeber erwiesen sich ohne ihren Starstürmer Harry Kane, der aufgrund einer leichten Verletzung aus dem Training nicht zum Einsatz kam, als erstaunlich harmlos. Die englische Offensive fand kaum Lösungen gegen die gut organisierte japanische Abwehr. Den entscheidenden Treffer erzielte Kaoru Mitoma in der 23. Spielminute, der einen blitzsauberen Konter vollendete und damit die Grundlage für den japanischen Sieg legte.
Nach dem Auftritt gegen Uruguay, bei dem Tuchel bewusst mit einer B-Elf gespielt und Kane planmäßig ausgesetzt hatte, rotierte der Nationaltrainer erneut massiv. Zehn Veränderungen brachten Spieler wie Anthony Gordon, Phil Foden und Cole Palmer in die Offensive. Doch bis auf einen Distanzschuss von Elliot Anderson in der 35. Minute, der die Latte streifte, blieben die Engländer in der ersten Halbzeit ohne echte Torchancen.
Japan nutzt seine Möglichkeiten effizient
Die japanische Mannschaft zeigte sich dagegen äußerst effizient. Neben dem Führungstreffer hätte das Team durch Ayase Ueda in der 42. Minute sogar erhöhen können. Auch nach dem Seitenwechsel vergaben die Asiaten weitere klare Möglichkeiten durch Ritsu Doan (50.) und Junya Ito (54.). Tuchel reagierte auf die schwache Leistung seines Teams erst spät mit personellen Veränderungen, doch eine spürbare Besserung stellte sich nicht ein. Nach dem Abpfiff gab es entsprechend deutliche Pfiffe aus den eigenen Reihen der englischen Fans.
Ungewissheit um Kanes Verletzung und Ausblick
Ob die Verletzung von Harry Kane ernsthafter Natur ist und ein Einsatz in der nächsten Bundesliga-Partie seines Vereins FC Bayern München beim SC Freiburg am kommenden Samstag gefährdet ist, blieb zunächst unklar. Für die Münchner steht in der kommenden Woche zudem das wichtige Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Real Madrid am 7. April an, was die Situation zusätzlich verkompliziert.
Parallel zum englischen Debakel gewann Österreichs Nationalmannschaft unter Teamchef Ralf Rangnick ihren WM-Test gegen Südkorea mit 1:0 (0:0). Die Auswahl um Marcel Sabitzer, Marko Arnautovic und Paul Wanner zeigte sich im Vergleich zum 5:1-Sieg gegen Ghana erneut effizient. Den entscheidenden Treffer erzielte Sabitzer in der 48. Spielminute.



