Emotionales 2:2 im Steigerwaldstadion: Erfurt und Chemie Leipzig liefern spektakulären Fußball
Das Wiedersehen im Steigerwaldstadion war von Beginn an mit Zündstoff geladen. Rot-Weiß Erfurt und Chemie Leipzig trennten sich am 8. März 2026 mit einem spektakulären 2:2-Unentschieden, das von frühem Platzverweis, Traumtoren und einem emotionalen Wiedersehen mit zwei ehemaligen RWE-Spielern geprägt war.
Pfeifkonzert für Seidemann, freundlicher Empfang für Langner
Die Rückkehr von Kay Seidemann und Maxime Langner nach Erfurt sorgte für unterschiedliche Reaktionen. Während Langner von den Fans freundlich begrüßt wurde, empfing das Publikum Seidemann mit einem lautstarken Pfeifkonzert. Seit seinem Wechsel erst zu Carl Zeiss Jena und später zu Chemie Leipzig hat der Flügelspieler in Thüringen keinen guten Stand mehr.
Frühes Rot für Laurenz Dehl nach hartem Eingriff
Schon nach sechs Minuten griff Schiedsrichter Sirko Müke hart durch. RWE-Profi Laurenz Dehl ging mit offener Sohle gegen Janik Mäder in den Zweikampf. Der Unparteiische zeigte zunächst Gelb, ließ sich dann aber von Mäders Schmerzensschrei, den Protesten der Chemie-Spieler und offenbar auch von seinem Assistenten überzeugen: Die Karte wurde zu Rot korrigiert! Erfurt musste damit erneut auf einen Linksverteidiger verzichten.
Chemie Leipzig nutzte beinahe die Verwirrung in der Erfurter Abwehr. Kay Seidemann zog auf der linken Seite davon, doch RWE-Kapitän rettete in letzter Sekunde mit einer spektakulären Grätsche. Nach etwa 15 Minuten fand Erfurt allmählich zurück ins Spiel – bis Maxime Langner einen Freistoß präzise in den Strafraum brachte. Der Ball rutschte durch die Abwehr – 0:1 für die Gäste! Aus Respekt gegenüber seinem ehemaligen Verein verzichtete Langner auf ausgiebigen Jubel.
Caciel mit Doppelpack, Seidel gleicht aus
Kurz vor der Pause gelang Erfurt der verdiente Ausgleich: Benjika Caciel zog aus etwa 20 Metern Entfernung ab, der Ball schlug unhaltbar für den Chemie-Keeper im linken Winkel ein – 1:1 in der 45. Minute. Ein absolutes Traumtor!
Nach dem Seitenwechsel drehte die dezimierte Erfurter Mannschaft weiter auf. Caciel marschierte erneut durch die Mitte, zog ab und traf zum verdienten 2:1 in der 53. Minute. Doch Chemie Leipzig zeigte Charakter und schlug zurück: Fynn Seidel zielte einen Freistoß von der Grundlinie direkt aufs Tor, RWE-Keeper Otto griff daneben – 2:2 in der 70. Minute.
In den verbleibenden Minuten suchten beide Teams den Siegtreffer, doch das Spiel endete mit einem fairen 2:2-Unentschieden, das den Zuschauern im Steigerwaldstadion spektakulären Fußball bot.



