Vereinsikone Nils Petersen sieht den Fußball-Bundesligisten SC Freiburg trotz einer Hypothek in der Europa League mit guten Chancen – sogar auf den Titelgewinn. Die möglichen englischen Finalgegner Nottingham Forest und Aston Villa „gehören aktuell nicht zur absoluten Spitze in Europa. Deshalb ist auch im Finale einiges drin. In einem Spiel sowieso immer“, sagte Petersen im Interview mit Web.de News.
Rückspiel gegen Braga als Schlüssel
Zunächst muss der Sportclub aber am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL) in seinem Halbfinal-Rückspiel einen 1:2-Rückstand gegen den SC Braga wettmachen. Das Ergebnis sei für Petersen „noch okay“, doch die Art und Weise mit einem Gegentor in letzter Minute „tat weh“, so der langjährige Freiburger Stürmer: „Wenn man so spät verliert, nimmt man viel Frust mit nach Hause. Jetzt muss das Rückspiel gewonnen werden und man geht mit einem schlechteren Gefühl rein, während der Gegner das Momentum hat.“
Petersen vertraut auf Heimstärke
Eine Wende traue er der Mannschaft von Trainer Julian Schuster trotzdem zu: „Sie sind in dieser Saison sehr stabil und hungrig. Vor allem zu Hause können sie noch einmal deutlich mehr Wucht entwickeln. Das ist ein echter Vorteil“, sagte Petersen, der mit Freiburg einst selbst in der Europa League spielte.
Der SC Freiburg hat in dieser Saison bereits mehrfach bewiesen, dass sie auch in schwierigen Momenten zurückkommen können. Die Mannschaft um Kapitän Christian Günter und Torjäger Michael Gregoritsch ist bekannt für ihren Kampfgeist und ihre taktische Disziplin. Trainer Julian Schuster hat ein Team geformt, das auch gegen spielstarke Gegner bestehen kann. Das Hinspiel gegen Braga zeigte jedoch, dass die Breisgauer anfällig für Konter sind – ein Bereich, den sie im Rückspiel unbedingt verbessern müssen.
Die Fans im Europa-Park-Stadion werden sicherlich eine wichtige Rolle spielen. Mit ihrer Unterstützung könnte der SC Freiburg das Blatt noch wenden und tatsächlich den Einzug ins Finale schaffen. Sollte dies gelingen, wäre es der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Nils Petersen, der selbst viele Jahre für Freiburg stürmte und dabei über 100 Tore erzielte, glaubt fest daran: „In einem Spiel ist alles möglich. Wenn wir unsere Stärken ausspielen und die Fans uns nach vorne peitschen, dann kann Braga einiges erleben.“
Das Rückspiel verspricht also Spannung pur. Der SC Freiburg muss mindestens ein Tor erzielen, um das Spiel in die Verlängerung zu bringen, oder mit zwei Toren Unterschied gewinnen, um direkt ins Finale einzuziehen. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie zu großen Leistungen fähig ist – jetzt muss sie es auf dem Platz beweisen.



