Brisante Fan-Kollision droht: Bayern und 1860 reisen parallel nach Norden
Fan-Kollision droht: Bayern und 1860 reisen parallel

Brisante Ansetzung: Bayern- und 1860-Fans müssen am Samstag dieselbe Route nehmen

Die Spielplanung von DFL und DFB hat für den kommenden Samstag eine höchst problematische Situation geschaffen. Sowohl der FC Bayern München als auch der TSV 1860 München müssen zeitgleich zu Auswärtsspielen in den Norden Deutschlands reisen. Während die Bayern um 15:30 Uhr im Weserstadion bei Werder Bremen antreten, beginnt das Spiel der Löwen bereits um 14:00 Uhr gegen den TSV Havelse in Hannover.

Gefährliche Überschneidungen auf der Reiseroute

Diese zeitliche Nähe bedeutet, dass die rivalisierenden Fanlager beider Münchner Vereine praktisch zur selben Zeit dieselbe Reiseroute nehmen müssen. Besonders auf dem Schienenweg ist ein Aufeinandertreffen der beiden Gruppen kaum zu vermeiden, was die Sicherheitsbehörden in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Die Bundespolizei, die für die Sicherheit im Bahnverkehr zuständig ist, bereitet sich intensiv auf diesen sogenannten Kreuzungsverkehr vor.

Bundespolizei in erhöhter Bereitschaft

Wolfgang Hauner, Sprecher der Bundespolizei und ehemaliger Vize-Präsident des TSV 1860, erklärt das Vorgehen der Sicherheitskräfte: "An nahezu allen Spieltagen gibt es Überschneidungen reisender Fußballfans. Diesem Kreuzungsverkehr schenkt die Bundespolizei grundsätzlich sehr viel Aufmerksamkeit." Die Behörde verfolge das geplante Reisegeschehen ständig und bewertet die Sicherheitslage anhand aller verfügbaren Erkenntnisse.

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Besondere Bedeutung komme dabei den szenekundigen Beamten zu, die exzellente Kontakte zu beiden Münchner Vereinen pflegen. Die Trennung der Fanlager habe oberste Priorität, betont Hauner, auch wenn noch unklar ist, ob am Samstag Sonderzüge zum Einsatz kommen werden.

Vorbelastete Fan-Geschichte

Die Situation wird durch die jüngere Vergangenheit zusätzlich verschärft. In den vergangenen Monaten haben insbesondere Fans des TSV 1860 bei Auswärtsreisen mehrfach für negative Schlagzeilen gesorgt. Es kam zu teils erheblichen Vandalismus-Vorfällen in Zügen, wenn auch nicht zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Fangruppen.

Ein besonders gravierender Vorfall ereignete sich im vergangenen November nach dem Auswärtsspiel in Regensburg, als 1860-Fans einen Zug in desolatem Zustand hinterließen. Diese Vorgeschichte macht die aktuelle Ansetzung umso brisanter.

Koordination zwischen Sicherheitsbehörden

Die Bundespolizei arbeitet eng mit verschiedenen Partnern zusammen, darunter die Deutsche Bahn und die Landespolizeien. "Insbesondere an vielen Wochenenden wird bundesweit auf einen friedlich verlaufenden Fan-Reiseverkehr hingewirkt", so Hauner. Ein steter Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Bundespolizeidirektionen soll dabei helfen, kritische Situationen frühzeitig zu erkennen und zu entschärfen.

Die problematische Ansetzung durch DFL und DFB will der Bundespolizeisprecher nicht kommentieren. Stattdessen betont er die professionelle Vorbereitung der Sicherheitskräfte auf den anstehenden Spieltag, der zufällig auch auf den Valentinstag fällt - ein zusätzlicher emotionaler Faktor in einer ohnehin angespannten Situation.

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