ÖFB kämpft um Rangnick: Trainer zögert mit Vertragsverlängerung nach WM 2026
ÖFB kämpft um Rangnick: Trainer zögert mit Verlängerung

Österreichischer Fußballverband kämpft um Trainer Rangnick

Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) befindet sich in intensiven Verhandlungen mit Teamchef Ralf Rangnick. Der Vertrag des deutschen Trainers läuft nach der Weltmeisterschaft 2026 aus, und der Verband bemüht sich nach Informationen der SPORT BILD um eine Verlängerung. In den vergangenen Wochen gab es bereits mehrere Gesprächsrunden zwischen den Parteien.

Rangnick zögert mit Entscheidung

Ralf Rangnick zeigt sich bei der Vertragsfrage zurückhaltend. Der 67-jährige Trainer will sich erst nach den anstehenden Länderspielen gegen Ghana am 27. März und Südkorea am 31. März 2026 entscheiden. Seit seinem Amtsantritt im Juni 2022 hat Rangnick die österreichische Nationalmannschaft deutlich verbessert und sie zur ersten WM-Teilnahme seit 1998 geführt.

Mit durchschnittlich 1,90 Punkten pro Spiel hält Rangnick den besten Wert aller längerfristigen ÖFB-Teamchefs. Diese beeindruckende Bilanz macht ihn für den Verband besonders wertvoll. Der ÖFB hat Rangnick bereits ein erstes Vertragsangebot unterbreitet, und auch Partner im Verbandsumfeld bieten ihre Unterstützung an, um den Trainer zu halten.

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Sportlicher Umbruch nach der WM droht

Sportlich steht der österreichischen Nationalmannschaft nach der Weltmeisterschaft 2026 ein möglicher Umbruch bevor. Mit David Alaba (33), Michael Gregoritsch (31), Marcel Sabitzer (32) und Marko Arnautovic (36) könnten gleich vier Leistungsträger ihre Karriere im Nationalteam beenden. Rangnick hat bereits vorgesorgt und mit Ex-Bayer Paul Wanner (20) und Dortmunds Carney Chukwuemeka (22) zwei Profis mit doppelter Staatsbürgerschaft für den ÖFB gewonnen.

Ein weiteres wichtiges Thema für Rangnick ist die Modernisierung des Verbandes. Mit dem ehemaligen Nationalspieler Sebastian Prödl (38) wurde ein Mitarbeiter gewonnen, der Rangnick bei seinen Visionen unterstützen soll. Bei Großprojekten wie dem Neubau eines Nationalstadions gab es jedoch trotz zahlreicher Meetings bisher keine entscheidenden Fortschritte.

Zukunftsperspektiven für Rangnick

Neben dem Traineramt bei einem Verband interessieren sich auch Investoren für Rangnick als Klub-Entwickler. Eine Rückkehr in die Bundesliga wäre in der Funktion als Sportdirektor möglich, ebenso wie ein Engagement in der Premier League, wo Rangnick bereits als Trainer bei Manchester United Erfahrungen sammelte. Als Klub-Trainer zu arbeiten soll für ihn jedoch keine ernsthafte Option sein.

Für den ÖFB-Assistenten Lars Kornetka (48) ändert sich die Situation nicht. Der neue Trainer von Eintracht Braunschweig, der gerade sein Debüt gegen Düsseldorf mit 1:0 gewann, bleibt trotz seines Vertrags bis zum 30. Juni 2028 bei der Eintracht weiterhin Assistent von Rangnick für die österreichische Nationalmannschaft bei der WM 2026.

Die kommenden Wochen werden für beide Seiten entscheidend sein. Der ÖFB will Rangnick unbedingt halten, während der Trainer seine Optionen abwägt. Nicht ausgeschlossen ist, dass sich Rangnick einer neuen Herausforderung widmet, was den österreichischen Fußball vor erhebliche sportliche und strukturelle Herausforderungen stellen würde.

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