FC Bayern: Max Eberl erneut unter Beschuss - Hoeneß als mächtiger Kritiker
FC Bayern: Eberl erneut unter Beschuss - Hoeneß als Kritiker

FC Bayern: Max Eberl erneut unter Beschuss - Hoeneß als mächtiger Kritiker

Die Diskussion um die berufliche Zukunft von Max Eberl beim FC Bayern München nimmt erneut an Fahrt auf. Was viele Beobachter überrascht, kann dem Sportvorstand nicht gefallen. Trotz der anhaltenden Kritik kämpft Eberl weiter um seine Position an der Säbener Straße.

Eberl in der Zeitschleife der Kritik

Max Eberl dürfte sich wie in einer Zeitschleife fühlen. Seit unter der Woche erneut Berichte aufkamen, der Sportvorstand müsse um seinen Job kämpfen und sitze alles andere als sicher in seinem Sessel, ist er wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. „Seit ich beim FC Bayern bin, habe ich mit Kritik zu kämpfen – in welcher Form auch immer, in unterschiedlicher Weise“, erklärte Eberl am Freitag. Er betonte, dass er die Angriffe weiter an sich abprallen lasse.

SPORT1-Informationen zufolge will der 52-Jährige auch über das Ende seines aktuellen Vertrags hinaus Teil der bayerischen Chefetage bleiben – trotz der Attacken vor und hinter den Kulissen. Doch sein mächtigster Kritiker ist Klub-Patron Uli Hoeneß, der Eberl weiterhin skeptisch beobachtet. Schon Anfang September 2025 hatte der Ehrenpräsident keinen Hehl aus seinen Kritikpunkten gemacht und einige davon im SPORT1-Doppelpass enthüllt.

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Hoeneß' vernichtende Kritik

Einer der Hauptkritikpunkte von Uli Hoeneß betrifft die fehlende Absprache mit dem Aufsichtsrat. „Wir sind ein Milliarden-Laden. Und es wäre auch für Max gut, wenn er endlich begreift, dass man solche Dinge auf mehrere Schultern verteilt“, erklärte Hoeneß damals – ein echter Paukenschlag, der die internen Spannungen offenlegte.

In ihrem Bericht spricht die Sport Bild davon, dass Eberls Chancen auf eine Weiterbeschäftigung über Mitte 2027 hinaus bei lediglich 50 Prozent lägen. Seine Zukunft sei „offen wie nie“. Diese Wertung überrascht durchaus, denn angesichts der massiven Kritik im Jahr 2025 ist ein „Fifty-Fifty“ gar nicht schlecht – Eberl hat in seiner Karriere schon ganz andere Stürme überlebt.

Auswirkungen auf das Kerngeschäft

Fakt ist: Eberl hat es nicht leicht mit den obersten Hütern des FC Bayern – mit direkten Auswirkungen auf sein Kerngeschäft. Ein deutliches Beispiel ist der Poker um eine Vertragsverlängerung mit Dayot Upamecano, der sich auch deswegen in die Länge zog, weil der Aufsichtsrat immer wieder bremste.

SPORT1-Infos zufolge war Eberl bereits im Frühjahr 2025 mit dem Franzosen einig, doch dann kam das Veto von oben. Die Folgen sind bekannt: Die Verhandlungen wurden auf Eis gelegt, erst im Herbst wieder aufgenommen und gerieten für den FC Bayern zu einem teuren Vergnügen – schließlich hatte Upamecano in der Zwischenzeit den Turbo eingelegt und seinen Marktwert deutlich gesteigert.

Indirekte Unterstützung von Oliver Kahn

Kurioserweise bekommt Eberl indirekte Schützenhilfe von einem Ex-Bayern-Boss. Oliver Kahn, einst CEO an der Säbener Straße, kritisierte jüngst den fehlenden Generationswechsel beim Rekordmeister. Das laufe „im Schneckentempo“, sagte der ehemalige Keeper bei Sky – eine klare Spitze gegen Hoeneß, dem er bereits vor zwei Jahren vorwarf, wie die Hauptfigur in der TV-Serie „Succession“ zu handeln.

Eberl dagegen geht ruhiger, ja fast gelassen mit dem Thema um und zählt lieber seine Erfolge auf: „Ich glaube, wir stehen nicht so schlecht da. Wir haben eine Mannschaft, die Spaß macht. Wir haben die Möglichkeit, sehr viel zu erreichen dieses Jahr. Und das ist das, wofür ich angestellt bin hier“, sagt der Sportvorstand. Ob das seinen Vorgesetzten ausreicht, wird im Sommer in der übernächsten Aufsichtsratssitzung entschieden.

Interessanterweise scheint der Sportvorstand in der Bewertung durch die Klub-Häuptlinge eine Sonderrolle einzunehmen. Im Verein gibt es nämlich durchaus Führungspersonal, das für das Gegenteil kritisiert wird – nämlich dass zu viele kleine Themen unnötigerweise an den Aufsichtsrat herangetragen werden. Diese unterschiedlichen Erwartungshaltungen zeigen die komplexe Machtstruktur beim deutschen Rekordmeister.

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