DFB verhängt Rekordstrafe von 164.550 Euro gegen FC Magdeburg nach Pyro-Exzessen
FC Magdeburg: 164.550 Euro Strafe nach Pyro-Exzessen

Rekordstrafe für FC Magdeburg nach massiven Pyro-Vorfällen

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat eine deutliche Entscheidung getroffen: Der 1. FC Magdeburg muss aufgrund von schweren Verstößen durch seine Fans eine Gesamtgeldstrafe in Höhe von 164.550 Euro bezahlen. Diese historisch hohe Sanktion resultiert aus zwei separaten Vorfällen mit Pyrotechnik, die den Verein nun finanziell erheblich belasten.

Zwei gravierende Fälle mit teuren Konsequenzen

Der erste Vorfall ereignete sich bereits am 12. September 2025 während des Zweitliga-Auswärtsspiels bei Arminia Bielefeld. Anhänger des FCM zündeten laut DFB-Bericht mindestens 35 pyrotechnische Gegenstände, darunter zehn Rauchkörper und 25 Blinker, sowie zusätzlich 35 Raketen. Die massive Störung führte zu einer Spielunterbrechung von über zwei Minuten. Ironischerweise kassierte Magdeburg unmittelbar nach Wiederanpfiff das 0:1. Allein für diesen Pyro-Exzess verhängt das Sportgericht eine Teilstrafe von 95.550 Euro.

Der zweite Fall betrifft das Zweitrunden-Pokalspiel gegen den FV Illertissen am 29. Oktober 2025. Im Magdeburger Fanblock wurden 64 bengalische Feuer, fünf Rauchkörper, mindestens elf Blinker, 15 Leuchtraketen und drei Böller gezündet. Diese erneute Zurschaustellung von Pyrotechnik kostet den Verein weitere 69.000 Euro.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Teilweise Verwendung für Präventionsmaßnahmen möglich

Interessant ist die Regelung zur Verwendung der Strafgelder: Vom Gesamtbetrag darf der FC Magdeburg bis zu 54.850 Euro für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen einsetzen. Konkret sind dies bis zu 31.850 Euro aus der Bielefeld-Strafe und bis zu 23.000 Euro aus der Illertissen-Sanktion. Diese Möglichkeit soll den Verein dabei unterstützen, künftige Vorfälle zu verhindern und die Sicherheit in den Stadien zu erhöhen.

Weitere Konsequenzen nach Dresden-Krawallen stehen noch aus

Noch nicht abschließend geklärt sind die möglichen Sanktionen nach den schweren Ausschreitungen im Ost-Derby gegen Dynamo Dresden. Bei diesen Krawallen wurden über 60 Polizisten verletzt und ebenfalls Pyrotechnik eingesetzt. Experten rechnen hier nicht nur mit weiteren hohen Geldstrafen, sondern möglicherweise auch mit Geisterspielen als zusätzlicher Disziplinarmaßnahme. Diese Entscheidung wird das DFB-Sportgericht in einem separaten Verfahren treffen.

Die nun verhängte Rekordstrafe von 164.550 Euro stellt eine erhebliche finanzielle Belastung für den Zweitligisten dar. Vereinsverantwortliche müssen nun nicht nur die Zahlung leisten, sondern auch wirksame Maßnahmen entwickeln, um das Verhalten ihrer Fans nachhaltig zu verbessern und weitere kostspielige Sanktionen zu vermeiden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration