Mit hängenden Köpfen schlichen sie durch die Katakomben der riesigen Kölner Lanxess Arena – doch der ein oder andere konnte sich auch schon wieder ein verhaltenes Lächeln abringen. Am Sonntagvormittag, vor dem Champions-League-Finale der Profis, gehörte die größte Bühne des internationalen Vereinshandballs den Junioren. Und auch wenn die Spieler der Füchse Berlin das Finale der EHF Youth Club Trophy mit 26:32 (9:15) gegen GOG aus Dänemark verloren, werden sie dieses Erlebnis nicht vergessen.
Ein unvergessliches Erlebnis für die jungen Talente
„Es war eine Riesen-Challenge in der großen Halle“, sagte Leo Nowak, das Top-Talent des aktuellen Füchse-Jahrgangs. Der Rückraumlinke war mit neun Treffern im Finale und zwölf Treffern im Halbfinale an beiden Tagen der Top-Torschütze der Berliner. „Aber wir können trotzdem alle stolz sein, auf die ganze Mannschaft“, fügte Nowak hinzu. Die Stimmung in der Halle war beeindruckend: Rund 2500 Zuschauer sorgten für eine stimmungsvolle Kulisse, die den jungen Spielern sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Bob Hanning: „Diese Erfahrung ist unbezahlbar“
Trainer Bob Hanning, der die Auswahl aus jüngerem A-Jugend- und älterem B-Jugendjahrgang in Köln betreute, zeigte sich trotz der Niederlage zufrieden. „Diese Erfahrung ist unbezahlbar“, betonte Hanning. Am Vortag beim Halbfinalerfolg gegen Veszprem (35:27) hatten die Berliner Talente ihren Trainer derart begeistert, dass er schon Vergleiche zum „goldenen Jahrgang“ mit Nils Lichtlein, Matthes Langhoff, Tim Freihöfer und Lasse Ludwig gezogen hatte. „Füchse 3.0“ – so nannte Hanning das junge Team, das in Köln zeigte, was in ihm steckt.
Finalniederlage gegen erfahrenes GOG-Team
Im Endspiel gegen die Dänen war dann aber kein Kraut mehr gewachsen. Der Ex-Klub von Welthandballer Mathias Gidsel und Füchse-Trainer Nicolej Krickau spielte größtenteils mit Akteuren des älteren Jahrgangs und nutzte eine Berliner Schwächephase Ende der ersten Hälfte gnadenlos aus. „Die Niederlage ist verdient“, bilanzierte Hanning. „GOG hat letztes Jahr schon in diesem Endspiel in der großen Halle gestanden und der Vorteil, das schon mal gemacht zu haben, war sichtbar. Von daher ist das in Ordnung. Viele unserer Jungs werden nächstes Jahr hierher zurückkommen!“
Die Zukunft der Füchse Berlin sieht vielversprechend aus. Mit Talenten wie Leo Nowak und der Erfahrung aus diesem Turnier können die Berliner in den kommenden Jahren sicherlich wieder angreifen. Die Youth Club Trophy war ein wichtiger Schritt in der Entwicklung dieser jungen Handballer.



