FCM-Legende Steinbach: Schork-Entlassung war längst überfällig
FCM-Legende: Schork-Entlassung längst überfällig

FCM-Legende Steinbach mit deutlicher Kritik an Ex-Sportchef Schork

Die Entlassung von Sportchef Otmar Schork beim abstiegsbedrohten 1. FC Magdeburg sorgt weiter für Diskussionen. Während der Verein noch auf der Suche nach einem Nachfolger ist, äußert sich Klub-Legende Wolfgang Steinbach in einem exklusiven Gespräch mit deutlichen Worten zur aktuellen Situation.

„Der Schritt war längst überfällig“

Für den ehemaligen DDR-Nationalspieler und FCM-Publikumsliebling kommt die Trennung von Schork nicht überraschend. „Der Schritt war längst überfällig, der hätte schon vor der Winterpause passieren müssen“, erklärt Steinbach unmissverständlich. Seiner Ansicht nach hätte der Verein dann mehr Zeit gehabt, gezielte Maßnahmen gegen den drohenden Abstieg einzuleiten.

Der 72-jährige Ex-Profi, der in 337 Spielen 75 Tore für den FCM erzielte, übt konkrete Kritik an der Kaderplanung unter Schork: „Er ist mit einem teuren, aufgeblähten 36-Mann-Kader in die Saison gegangen, musste ihn auf Druck ausdünnen. Er hat 14 neue Spieler geholt. Aber mit Mateusz Zukowski hat er nur einen echten Volltreffer gelandet. Das ist keine seriöse Kaderplanung.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Suche nach Nachfolger gestaltet sich schwierig

Die Suche nach einem neuen Sportchef gestaltet sich nach Steinbachs Einschätzung nicht einfach. „So, wie sich die Mannschaft derzeit in der 2. Liga präsentiert, stehen die Fachkräfte nicht Schlange“, gibt der FCM-Legende zu bedenken. Einen Fußball-Messias werde der Verein nicht bekommen, doch Steinbach betont, dass er nicht über konkrete Personen spekulieren möchte.

Trotz der schwierigen Situation glaubt Steinbach weiter an den Klassenerhalt: „Wer so mit seinem Verein verwurzelt ist wie ich, der hat die Pflicht, daran zu glauben. Aber ich gebe auch zu, ich leide bei jedem Stadionbesuch mit. Für mich ist es Fünf-vor-Zwölf. Wir dürfen kein Spiel mehr verlieren.“

Rückkehr zu den Basics gefordert

Der ehemalige Supertechniker, der für seine filigrane Spielweise bekannt war, fordert überraschenderweise eine Rückkehr zu den Grundlagen des Fußballs. „Wir stehen im Tabellenkeller, weil wir über die komplette Saison viel zu billige Gegentore kassieren“, analysiert Steinbach.

Seine Diagnose: „Immer ist es das gleiche Muster - schusseliger Ballverlust im Spielaufbau, Konter, Gegentor. Genau da sollte man ansetzen. Schluss mit dem vermeintlichen Zauberfußball und zurück zu den Basics. Ich will Kampf, von mir aus auch Krampf sehen. Und Spieler, die Zweikämpfe gewinnen wollen.“

Steinbach ergänzt: „Schön, wenn's mit Zaubern geht. Aber auch wir hatten Gegner, wo wir an unsere Grenzen gekommen sind. Na und! Dann wurde eben die Keule ausgepackt.“ Der FCM-Legende macht damit deutlich, dass im Abstiegskampf andere Qualitäten gefragt sind als technische Finesse allein.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Verein Steinbachs Ratschläge beherzigt und den drohenden Abstieg noch abwenden kann. Die Präsentation des neuen Sportchefs wird mit Spannung erwartet.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration