FIFA reagiert zurückhaltend auf iranischen Wunsch nach WM-Spieleverlegung nach Mexiko
FIFA zurückhaltend zu Iran-Wunsch: WM-Spiele nach Mexiko?

FIFA zeigt Zurückhaltung bei iranischem Antrag auf WM-Spieleverlegung

Der Fußball-Weltverband FIFA hat sich mit großer Vorsicht zu dem ausgeprägten Wunsch des Iran geäußert, seine Partien bei der anstehenden Weltmeisterschaft nicht wie ursprünglich vorgesehen in den Vereinigten Staaten, sondern stattdessen in Mexiko auszutragen. Hintergrund dieser außergewöhnlichen Forderung ist der anhaltende bewaffnete Konflikt im Nahen Osten, der die iranische Führung dazu bewegt, die Sicherheit ihrer Nationalmannschaft in den USA als nicht gewährleistet anzusehen.

Offizielle Stellungnahme des Weltverbandes bleibt vage

Ein offizieller Sprecher der FIFA teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass der Verband in regelmäßigem Austausch mit allen teilnehmenden Nationalverbänden stehe, um die detaillierten Planungen für das WM-Turnier im Sommer zu besprechen. „Die FIFA freut sich auf alle teilnehmenden Mannschaften, die gemäß dem am 6. Dezember 2025 veröffentlichten Spielplan antreten“, lautete die offizielle Erklärung. Eine direkte Bezugnahme auf die mögliche Verlegung der iranischen Spiele wurde dabei bewusst vermieden, was die zurückhaltende Position der FIFA unterstreicht.

Iranische Botschaft bestätigt Verhandlungen mit FIFA

Die iranische Botschaft in Mexiko hatte zuvor über den Kurznachrichtendienst X verlautbaren lassen, dass bereits konkrete Verhandlungen mit der FIFA über die Austragung der WM-Spiele auf mexikanischem Boden im Gange seien. In dem Statement wurde der Präsident des iranischen Fußballverbandes, Mehdi Tadsch, zitiert, der deutlich machte: „Man werde definitiv nicht in die USA reisen“. Diese entschiedene Haltung wurde durch die Äußerungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump verstärkt, der erklärt hatte, die Sicherheit der iranischen Nationalmannschaft nicht garantieren zu können.

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Politische Spannungen beeinflussen sportliche Planungen

Die angespannte politische Lage zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran, die seit Ende Februar in gegenseitigen militärischen Angriffen gipfelt, wirft ihre Schatten auf die sportliche Großveranstaltung. Der iranische Sportminister Ahmed Donjamali hatte bereits am vergangenen Wochenende bestätigt, dass die Möglichkeit einer Verlegung der iranischen WM-Spiele nach Mexiko aktiv mit der FIFA geprüft werde. „Ich hoffe, dass die Bedingungen geschaffen werden, damit unsere Jungs doch noch an der Weltmeisterschaft teilnehmen können“, äußerte Donjamali mit Blick auf die unsichere Sicherheitslage.

Turnierablauf und Gruppengegner des Iran

Die Fußball-Weltmeisterschaft, die gemeinsam von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtet wird, startet am 11. Juni und findet ihr Finale am 19. Juli. In der Gruppenphase ist der Iran auf folgende Gegner getroffen:

  • Belgien
  • Neuseeland
  • Ägypten
Die Entscheidung über eine mögliche Spielverlegung bleibt somit eine der dringlichsten und politisch brisantesten Fragen im Vorfeld des Turniers.

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