Trainer Urs Fischer von Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 behält im Saisonendspurt die kleine Chance auf die internationalen Plätze im Blick. Nur weil die Rheinhessen vergangenes Wochenende den Klassenerhalt gesichert hätten, heiße das nicht, dass er jetzt „Geschenke“ verteile, sagte der 60-Jährige vor der Partie am Sonntag (19.30 Uhr/DAZN) gegen Union Berlin.
Seine Mannschaft werde die letzten beiden Spiele „nicht abschenken“: „Es sind noch sechs Punkte zu vergeben und das wollen wir erreichen. Wir versuchen, die bestmögliche Leistung auf den Platz zu bringen. Der ein oder andere Wechsel ist möglich, aber nicht weil es ein Geschenk sein soll, sondern weil die Spieler es sich verdienen“, sagte Fischer.
Im Duell mit Berlin trifft der Schweizer auf alte Bekannte. Von 2018 bis 2023 war Fischer im Amt bei Union, 2019 hatte er die Berliner zum Aufstieg geführt. Trainerin Marie-Louise Eta kennt er gut. „Ich weiß, wie schwierig das ist, in einer solch kurzen Zeit Veränderungen zu schaffen, aber sie hat es gepackt. Ich freue mich für Loui“, sagte Fischer über seine ehemalige Kollegin. Sexistische Kommentare gegen Eta erachte er als „nicht zeitgemäß“.
Fischer betonte, dass Mainz noch immer auf einen Europa-Platz schielen könne, auch wenn die Konkurrenz stark sei. „Wir haben uns in eine gute Position gebracht und wollen jetzt alles geben, um vielleicht noch zu überraschen“, so der Trainer. Die Mannschaft sei fokussiert und werde die verbleibenden Spiele ernst nehmen.
Das Wiedersehen mit Union Berlin ist für Fischer emotional, doch er stellt klar: „Auf dem Platz gibt es keine Freundschaften. Wir wollen gewinnen, und dafür werden wir alles tun.“



