Flensburg patzt: Platzwunde und Platzverweis bei Euro-Nordderby
Flensburg patzt: Platzwunde und Platzverweis bei Nordderby

Am „Tag der offenen Tür“ ging es alles andere als zimperlich zu! Die SG Flensburg/Handewitt und die TSV Hannover-Burgdorf lieferten sich ein spektakuläres Schützenfest in der Handball-European-League, bei dem es mächtig zur Sache ging. Die Niedersachsen nahmen im Viertelfinal-Hinspiel ein verdientes 39:39 mit, nachdem sie beide Liga-Duelle in dieser Saison verloren hatten. Nun träumen sie vom Final Four in Hamburg (30./31. Mai).

Flensburg verpasst klaren Sieg

Für Flensburg lief es dagegen gar nicht nach Plan. Vor dem Spiel hatte SG-Trainer Ales Pajovic noch angekündigt: „Ein Sieg mit fünf Toren Vorsprung wäre ein gutes Ergebnis.“ Am Ende des Abends wäre er wohl mit einem einfachen Sieg zufrieden gewesen. Doch dazu kam es nicht. Weil Hannover dem Favoriten die kompletten 60 Minuten Paroli bot, nie mehr als drei Tore in Rückstand lag und dem Sieg sogar näher war als die Hausherren.

Intensive Partie mit Schreckmoment

Die Partie war intensiv, ein offener Schlagabtausch. Herausragend bei den Gästen: August Pedersen mit elf Toren bei elf Versuchen! Ein Schreckmoment in der 21. Spielminute: Hannovers Hannes Feise bekam den ausschwingenden Wurfarm von Flensburgs Simon Pytlick an die Schläfe und ging benommen zu Boden. Sein Torwart Joel Birlehm winkte hektisch die Betreuer herbei. Plötzlich wurde es ganz still in der Halle. Stark: Auch der Flensburger Mannschaftsbetreuer kümmerte sich um den Verletzten, der unter Applaus das Spielfeld und die Halle verließ. Feise trug eine Platzwunde am linken Auge davon. Es blieb ruppig: In der hektischen Schlussphase sah Niclas Kirkeløkke nach Foul an DHB-Profi Renars Uscins Rot (57.). Die Gäste hatten noch nach Ablauf der Uhr die Chance auf den Sieg, doch Uscins warf seinen Freiwurf über das Tor.

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Rückspiel in Hannover

Die Entscheidung fällt im Rückspiel am kommenden Dienstag (18.45 Uhr live bei Dyn) in Hannover. Spannend: Während die TSV am Wochenende beim Bergischen HC in der Liga ran muss, hat Flensburg frei und kann sich voll auf das Rückspiel konzentrieren. Das eigentlich angesetzte Kracherspiel beim SC Magdeburg wurde auf den 21. Mai verlegt.

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