Flick trotz 0:2-Rückstand zuversichtlich: Barça braucht kein Wunder gegen Atlético
Der FC Barcelona steht vor einer gewaltigen Herausforderung im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League. Nach einer 0:2-Niederlage im Hinspiel muss das Team von Trainer Hansi Flick am Dienstagabend im Estadio Metropolitano bei Atlético Madrid antreten. Doch der frühere Bundestrainer zeigt sich ungebrochen zuversichtlich und lehnt den Begriff der Mission impossible entschieden ab.
„Wir brauchen kein Wunder“
„Wir brauchen kein Wunder. Wir müssen nur unseren besten Fußball spielen“, betonte Flick in der Pressekonferenz vor dem entscheidenden Duell. „Es gibt viele Möglichkeiten. Ich weiß, dass Atlético ein fantastisches Team ist. Wir sind es auch. Wir werden kämpfen.“ Diese klaren Worte unterstreichen die Entschlossenheit des deutschen Trainers, der sich mit einem vorzeitigen Aus in der Königsklasse nicht abfinden will.
Die Ausgangslage könnte tatsächlich schwieriger kaum sein. Vor eigenem Publikum hatte Barça das Hinspiel durch eine frühe Rote Karte entscheidend beeinflusst verloren. Nun stellt sich die Frage, ob das defensive und unbequeme Team von Diego Simeone erneut zum Stolperstein für die Katalanen wird, ähnlich wie bereits in Pokalwettbewerben der Vergangenheit.
Meisterschaft als Vertrauensbasis
Immerhin konnte sich Flicks Mannschaft zuletzt in der heimischen Liga wichtiges Selbstvertrauen holen. Nach einem deutlichen 4:1-Erfolg im Stadtderby gegen Espanyol beträgt der Vorsprung an der Tabellenspitze bereits neun Punkte auf Erzrivale Real Madrid. Die zweite Meisterschaft in Folge ist dem FC Barcelona damit kaum mehr zu nehmen.
Doch Flick will von frühen Feierlichkeiten nichts wissen: „Es ist noch nicht erledigt. Wir haben noch unsere Hausaufgaben zu machen.“ Diese professionelle Einstellung charakterisiert den erfahrenen Trainer, der den Fokus strikt auf die nächste Aufgabe richtet.
Große Sehnsucht nach Champions-League-Erfolg
Die Bedeutung des Wettbewerbs für den FC Barcelona kann kaum überschätzt werden. Der letzte Triumph in Europas elitärer Klubliga liegt bereits elf Jahre zurück, aus einer Zeit, als Legenden wie Lionel Messi und Neymar noch für Barça auf dem Platz standen. Im vergangenen Jahr war Flick mit seinem Team in zwei denkwürdigen Halbfinalpartien an Inter Mailand gescheitert – eine Enttäuschung, die nun wettgemacht werden soll.
Positiv zu vermerken ist die personelle Situation. Flick kann nahezu in Bestbesetzung antreten. Die Rückkehr des niederländischen Mittelfeldmotors Frenkie de Jong eröffnet neue taktische Möglichkeiten. Lediglich der gesperrte Innenverteidiger Pau Cubarsí fehlt der Mannschaft.
Offensive Stärke als Trumpf
Dass die Offensive des Teams funktioniert, hat die Mannschaft um Jungstar Lamine Yamal erst am vergangenen Wochenende wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Beeindruckende 84 Tore in der laufenden Meisterschaftssaison und 30 Treffer in der Champions League sprechen eine deutliche Sprache. Im Estadio Metropolitano müssen nun mindestens zwei weitere Tore hinzukommen, ansonsten ist der Traum vom Champions-League-Titel für diese Saison endgültig geplatzt.
Die Herausforderung ist enorm, doch Hansi Flick und seine Spieler scheinen bereit für die Aufgabe. Mit dem nötigen Kampfgeist und der Qualität, die im Kader vorhanden ist, könnte der FC Barcelona tatsächlich das scheinbar Unmögliche möglich machen.



