Fortuna Düsseldorf: Effizienzmeister der 2. Liga - Nur Schalke ist noch besser
Fortuna Düsseldorf: Effizienzmeister - Nur Schalke besser

Fortuna Düsseldorf: Die überraschenden Effizienzmeister der 2. Bundesliga

Inmitten einer Saison, die lange von Abstiegssorgen geprägt war, hat Fortuna Düsseldorf einen bemerkenswerten Lauf hingelegt. Seit dem 17. Spieltag ist die Mannschaft von Trainer Markus Anfang (51) die formstärkste Mannschaft der gesamten 2. Bundesliga. Das Besondere daran: Die Fortuna-Profis benötigen für ihre Erfolge deutlich weniger Torerfolge als fast alle Konkurrenten in der Liga.

Minimalistische Erfolge mit maximaler Wirkung

Der neunte Saisonsieg beim 1:0 in Nürnberg unterstreicht das Phänomen. Bereits zum dritten Mal in dieser Spielzeit siegte Fortuna Düsseldorf mit diesem knappen Ergebnis, dazu kommen sechs 2:1-Erfolge. Weder unter dem früheren Trainer Daniel Thioune (51) noch unter dem aktuellen Coach Markus Anfang gab es spektakuläre Kantersiege. Dennoch hat sich die Punkteausbeute mittlerweile deutlich verbessert.

Interessant ist dabei die Diskrepanz zwischen der häufig kritisierten Chancenverwertung und der tatsächlichen Effizienz. Obwohl Anfang regelmäßig über vergebene Torchancen schimpft, beweist sein Team in Sachen Effektivität außergewöhnliche Qualitäten.

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Statistischer Beweis: Zweitbeste Quote der Liga

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Mit nur 24 erzielten Toren - der schwächsten Offensive der gesamten 2. Bundesliga - hat Fortuna Düsseldorf bisher 31 Punkte gesammelt. Dies ergibt das zweitbeste Tore-Punkte-Verhältnis der Liga. Jedes Tor der Düsseldorfer war in den ersten 25 Spieltagen durchschnittlich 1,29 Punkte wert.

Nur der Tabellenführer Schalke 04 übertrifft diese Quote mit 1,4 Punkten pro Tor. Hinter Fortuna Düsseldorf folgen in dieser speziellen Statistik ausschließlich Teams aus der oberen Tabellenhälfte: SC Paderborn (1,15), Hertha BSC (1,11), SV Elversberg (1,09), Hannover 96 (1,05) und SV Darmstadt 98 (1,02).

Diese Zahlen werfen eine interessante Frage auf: Welches Potenziel hätte in dieser Saison gelegen, wenn nicht nur Stürmer Cedric Itten (29) mit seinen zehn Toren regelmäßig getroffen hätte?

Defensive Stärke als Erfolgsgeheimnis

Die herausragende Effizienzquote basiert maßgeblich auf einer exzellent organisierten Defensive. Fortuna Düsseldorf steht hinten außerordentlich gut und schafft es zudem, gegnerische Mannschaften deutlich unter ihr eigentliches Leistungsniveau zu drücken.

Nürnberg-Trainer Miroslav Klose (47) sprach nach der Niederlage gegen Düsseldorf von einem "Totalversagen" seiner Mannschaft. Sein Bochumer Kollege Uwe Rösler (57) hatte sich nach der 1:2-Niederlage in Düsseldorf sogar bei den eigenen Fans für die Leistung seines Teams entschuldigt. Dass beide Teams derart unter ihren Möglichkeiten blieben, ist auch ein Verdienst der disziplinierten Defensivarbeit der Anfang-Truppe.

Tanaka als Schlüsselspieler

Besonders seit der Verpflichtung von Satoshi Tanaka (23) hat sich die Defensive von Fortuna Düsseldorf stabilisiert. In den acht Partien mit dem japanischen Sechser kassierte die Mannschaft lediglich sieben Gegentore. Tanaka fungiert als effektiver Balleroberer, und was doch einmal durchkommt, wird von der mittlerweile perfekt eingespielten Dreierkette bereinigt.

In dieser Defensivformation harmonieren Tim Oberdorf (29), Elias Egouli (23) und Sima Suso (20) aktuell ausgezeichnet. Diese defensive Solidität ermöglicht es Fortuna Düsseldorf trotz der offensiven Schwächen, zu wahren Effizienz-Spezialisten zu werden. Die Mannschaft beweist, dass im modernen Fußball nicht die spektakulären Torrausch, sondern die konsequente Ausnutzung weniger Chancen oft über Erfolg und Misserfolg entscheidet.

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