Bittere Rückkehr für Burkardt: Eintracht Frankfurt verliert in Mainz
Die Rückkehr von Nationalspieler Jonathan Burkardt zu seinem alten Verein FSV Mainz 05 ist für Eintracht Frankfurt mit einem herben Rückschlag verbunden. Die SGE unterlag am Samstag mit 1:2 (1:1) und muss im Rennen um die Europapokalplätze einen deutlichen Dämpfer hinnehmen. Während Mainz dank eines Doppelpacks von Paul Nebel einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt macht, verpasste Frankfurt die Chance, näher an Tabellensechsten Bayer Leverkusen heranzurücken.
Nebel entscheidet die Partie mit Doppelpack
Paul Nebel wurde zum Matchwinner für den FSV Mainz 05. Der Offensivspieler erzielte bereits in der sechsten Minute das frühe Führungstor, nachdem Sheraldo Becker ihn tief geschickt hatte. Der Rückkehrer Arthur Theate, der den gesperrten Kapitän Robin Koch vertrat, konnte den Schuss nicht abwehren. Eintracht Frankfurt ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und fand durch Nathaniel Brown zum Ausgleich. Der DFB-Verteidiger schob in der 20. Minute einen Querpass von Jean-Eric Bahoya aus gut acht Metern ein.
Die zweite Halbzeit blieb lange Zeit torlos, obwohl beide Mannschaften Gelegenheiten hatten. Farès Chaibi setzte für Frankfurt einen Kopfball an die Latte, während Daniel Batz für Mainz stark gegen Ritsu Doan hielt. In der Schlussphase entschied Nebel das Spiel erneut für sich. In der 89. Minute traf der Mainzer aus dem Gewühl heraus zum verdienten 2:1-Siegtreffer.
Emotionale Rückkehr für Burkardt
Stürmer Jonathan Burkardt erlebte eine emotionale Rückkehr zu seinem langjährigen Verein. Der ehemalige Mainz-Kapitän, der im Sommer nach elf Jahren im Verein zur Eintracht Frankfurt gewechselt war, erhielt vor dem Anpfiff Blumen und ein Bild als Abschiedsgeschenk. Sportvorstand Christian Heidel würdigte ihn als „außergewöhnlichen Spieler“ und kritisierte vereinzelte Pfiffe aus den Reihen der Mainzer Fans.
Burkardt, der von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht für die ersten Länderspiele im WM-Jahr nominiert wurde, konnte sportlich jedoch nicht glänzen. Die Eintracht zeigte sich insgesamt harmlos in der Offensive und kreierte zu wenige klare Torchancen.
Tabellensituation nach dem Spiel
Der Sieg ist für Mainz im Abstiegskampf von enormer Bedeutung. Mit nun 30 Punkten beträgt der Vorsprung auf den VfL Wolfsburg auf dem ersten direkten Abstiegsplatz neun Zähler. Der FSV hatte bereits vergangenen Donnerstag mit dem Einzug ins Conference-League-Viertelfinale für Aufsehen gesorgt.
Für Eintracht Frankfurt bedeutet die Niederlage einen Rückschlag im Europapokalrennen. Mit 39 Punkten fehlen der SGE nun acht Zähler auf Bayer Leverkusen auf Platz sechs. Die Werkself hatte am selben Tag überraschend Punkte gegen Schlusslicht 1. FC Heidenheim (3:3) liegen lassen, was Frankfurts Niederlage besonders bitter macht.
Die Mainzer zeigten sich über weite Strecken der Partie als die mutigere Mannschaft. Nach dem Ausgleich durch Brown wurde der FSV offensiver und hatte durch Kaishu Sano und Sheraldo Becker weitere gute Möglichkeiten. Becker scheiterte in der 84. Minute sogar am Pfosten, bevor Nebel den Sieg sicherstellte.



