WM 2026: Frankreich atmet auf – Dembélé mit Dreierpack gegen Norwegen
Frankreich atmet auf: Dembélé rettet sich mit Dreierpack

Ousmane Dembélé hat mit einem Dreierpack gegen Norwegen (4:1) seine Torflaute in der französischen Nationalmannschaft beendet und die Kritiker verstummen lassen. Der Weltfußballer von Paris Saint-Germain erzielte innerhalb von 32 Minuten drei Treffer, nachdem er bereits gegen den Irak getroffen hatte. Damit ist das Weltklasse-Trio um Kylian Mbappé und Bayern-Profi Michael Olise endgültig im Turnier angekommen.

Dembélé antwortet Kritikern mit Geste

Bereits nach seinem zweiten Tor gegen Norwegen drehte sich Dembélé zum Publikum und öffnete demonstrativ seine Handfläche – eine Geste, die als Antwort auf die Kritik an seiner zuvor schwachen Torausbeute verstanden wurde. „Meine Leistung war gut, aber mir gefielen die Spiele gegen Senegal und Irak besser. Da war ich deutlich einflussreicher. Ich muss konzentriert bleiben, es kommen wichtige Dinge“, sagte Dembélé nach dem Spiel. Drei Treffer als nicht einflussreich genug abzutun, verdeutlicht den hohen Anspruch des 29-Jährigen.

Historische Steigerung bei Großturnieren

Laut Datenanbieter Opta war Dembélé zwischen 2018 und 2024 bei Welt- und Europameisterschaften nur alle 499 Minuten an einem Tor beteiligt. Bei der WM 2026 kommt er nach drei Spielen auf eine Torbeteiligung alle 43 Minuten – eine Steigerung um mehr als das Zehnfache. Insgesamt erzielte der Ballon-d'Or-Gewinner seit seinem Debüt 2016 elf Treffer für Les Bleus, vier davon bei diesem Turnier.

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„Wir bleiben konzentriert, denn was kommt, wird noch wichtiger sein“, appellierte Dembélé an seine Teamkollegen. Am Dienstag (23.00 Uhr MESZ) trifft Frankreich zunächst auf Schweden. Ein mögliches Achtelfinale gegen Deutschland am 4. Juli in Philadelphia könnte der erste richtige Prüfstein auf dem Weg zum dritten WM-Titel werden.

Trainerstab sieht noch Verbesserungspotenzial

Assistenztrainer Guy Stéphan, der den wegen des Todes seiner Mutter abgereisten Didier Deschamps vertrat, lobte die Leistung, wies aber auch auf Nachlässigkeiten hin: „Ich habe auch ein paar Nachlässigkeiten gesehen, die wir angehen müssen.“ Dass der Trainerstab nach der Tore-Show noch Verbesserungspotenzial sieht, dürfte die Konkurrenz zusätzlich beunruhigen.

Deschamps hatte zuvor gesagt: „Man wünscht sich, dass er für die Nationalmannschaft genauso gut und genauso regelmäßig spielentscheidend ist wie bei PSG.“ Frankreichs Weltmeister von 1998, Bixente Lizarazu, forderte in der „L'Équipe“ sogar: „Wir müssen Soldat Dembélé retten.“ Mit seiner Gala hat sich Dembélé selbst gerettet und die Grande Nation atmet auf.

Mbappé: „Er ist einfach zu wichtig für uns“

Teamkollege Kylian Mbappé, der Dembélé gegen Norwegen zwei Treffer auflegte, hatte schon nach dessen Tor gegen den Irak erklärt: „Wir alle wollten, dass Ousmane endlich wieder trifft. Wir mussten ihn freischalten. Er ist einfach zu wichtig für uns.“ Nun ist Dembélé nicht nur freigeschaltet, sondern regelrecht explodiert – und als Letzter des Weltklasse-Trios mit Mbappé und Olise endgültig im Turnier angekommen.

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