Historische Europapokal-Erfolge für Freiburg und Mainz
Der SC Freiburg und der FSV Mainz 05 haben am Donnerstagabend historische Meilensteine in ihren Europapokal-Chroniken erreicht. Während Freiburg erstmals in die Viertelfinalrunde der Europa League einzog, gelang Mainz der gleiche Erfolg in der Conference League. Einzig der VfB Stuttgart musste sich nach einer engagierten Leistung verabschieden.
Freiburgs Kantersieg gegen Genk
Der SC Freiburg setzte sich im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League mit einem überzeugenden 5:1 (2:1) gegen den KRC Genk durch. Damit machte das Team von Trainer Julian Schuster die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel mehr als wett und erreichte zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte das Viertelfinale eines Europapokalwettbewerbs.
Matthias Ginter (19. Minute) und Igor Matanovic (25.) brachten die Breisgauer früh in Führung. Nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer von Matte Smets (39.) für Genk sorgten Vincenzo Grifo, Yuito Suzuki (56.) und Maximilian Eggstein (79.) für den klaren Endstand. Besonders bemerkenswert: Grifos Tor war sein 106. Pflichtspieltreffer für Freiburg, womit er den bisherigen Rekord von Nils Petersen überbot.
"Es entsteht immer so ein Gefühl im Laufe der Woche. Man hat es einfach gemerkt bei den Jungs, sie waren voll da", kommentierte Trainer Julian Schuster den Erfolg gegenüber RTL. Im Viertelfinale wartet nun Celta Vigo, derzeit Sechster der spanischen La Liga.
Mainz triumphiert gegen Olmütz
Parallel feierte der FSV Mainz 05 seinen eigenen historischen Moment. Die Mannschaft von Trainer Urs Fischer besiegte Sigma Olmütz im Achtelfinal-Rückspiel der Conference League mit 2:0 (0:0). Nach dem torlosen Hinspiel in Tschechien erzielten Stefan Posch (46.) und Armindo Sieb (82.) die entscheidenden Treffer im ausverkauften Mainzer Stadion.
Verteidiger Danny da Costa zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: "Ich glaube, wir sind verdient eine Runde weiter gekommen." Mit Blick auf das Finale in Leipzig fügte er hinzu: "Jeder darf träumen, aber wir tun gut daran, uns von Spiel zu Spiel heranzutasten." Im Viertelfinale trifft Mainz auf Racing Straßburg.
Stuttgarts bitteres Aus bei Porto
Für den VfB Stuttgart endete die Europapokal-Saison dagegen vorzeitig. Die Schwaben unterlagen im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League beim FC Porto mit 0:2 (0:1). Nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel bedeutete dies das Ausscheiden aus dem Wettbewerb, obwohl Stuttgart mit zahlreichen Chancen eine engagierte Leistung zeigte.
William Gomes (21.) und Victor Froholdt (72.) erzielten die Treffer für Porto, das nun auf Nottingham Forest trifft. Stuttgart musste die Partie nach einer Gelb-Roten Karte für Nikolas Nartey (77.) zudem mit zehn Mann beenden. Der Fokus liegt nun auf der Bundesliga, wo der VfB am Sonntag beim FC Augsburg einen weiteren Schritt in Richtung Champions-League-Qualifikation machen kann.
Diese Europapokal-Nacht markiert somit einen bedeutenden Moment für zwei deutsche Clubs, die ihre bisherigen Bestmarken übertrafen, während ein dritter trotz guter Leistung das Nachsehen hatte.



