Freiburg verliert Europa-League-Hinspiel: Mega-Druck vor Rückspiel gegen Genk
Freiburg zittert um den ersehnten Europacup-Coup. Die Breisgauer haben im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League gegen den belgischen Vertreter KRC Genk eine bittere 0:1-Niederlage hinnehmen müssen. Ein spektakuläres Traumtor von Zakaria El Ouahdi in der 24. Minute bescherte den Gästen den verdienten Sieg und setzt den Sport-Club Freiburg nun unter enormen Druck vor dem entscheidenden Rückspiel.
Traumtor von El Ouahdi entscheidet das Duell
Das Spiel begann mit einem frühen Schock für die Freiburger. Bereits in der 8. Minute jubelten die Genk-Spieler über ein vermeintliches Tor von Johan Manzambi, doch nach einem gründlichen VAR-Check wurde die Führung wegen Abseitsstellung aberkannt. Die Erleichterung währte jedoch nur kurz. In der 24. Minute traf Zakaria El Ouahdi mit einem fulminanten Vollspannschuss in die lange linke Ecke zum 0:1 – bereits sein vierter Treffer in dieser Europa-League-Saison.
Trainer Julian Schuster, der mit seiner Mannschaft erstmals das Viertelfinale eines europäischen Wettbewerbs erreichen möchte, zeigte sich nach dem Spiel ernüchtert. „Davon lassen wir uns nicht blenden“, warnte er bereits vor dem Hinspiel mit Blick auf die aktuelle Tabellenposition von Genk in der belgischen Liga. „Wenn ein Team im Achtelfinale in Europa steht, hat das auch einen Grund.“ Diese Einschätzung bewahrheitete sich in vollem Umfang.
Verletzungspech und umstrittene Szenen belasten Freiburg
Die zweite Halbzeit brachte weitere Rückschläge für den Sport-Club. In der 50. Minute kam es zu einer gefährlichen Szene, als Torhüter Maarten Vandevoordt im Duell mit Matthias Ginter den Ball wegfaustete und dabei den Freiburger Abwehrspieler unglücklich am Kopf traf. Ginter musste behandelt werden, konnte das Spiel aber fortsetzen. Da die Aktion bereits abgepfiffen war, wurde auf einen Elfmeter verzichtet.
Noch schwerer wog der Ausfall von Jan-Niklas Beste nur zehn Minuten später. Beim Zweikampf am Mittelkreis traf ihn der Genk-Spieler Bangoura unabsichtlich mit dem Ellenbogen an der Augenhöhle. Obwohl keine Karte gezeigt wurde, schwillt das Auge des Freiburgers stark an, sodass er ausgewechselt werden musste. Diese personellen Verluste kommen zur ungünstigsten Zeit.
Alles steht beim Rückspiel auf dem Spiel
Trotz einer deutlich verbesserten Leistung in der zweiten Halbzeit gelang den Freiburgern der Ausgleich nicht. Die Mannschaft von Julian Schuster muss nun mit einem 0:1-Rückstand ins Rückspiel am kommenden Donnerstag im Europa-Park-Stadion gehen. Der Druck ist immens, denn der Sport-Club hat international noch nie ein Viertelfinale erreicht.
Die Belgier präsentierten sich über weite Strecken des Spiels clever und effektiv. Obwohl Genk in der heimischen Liga aktuell nur auf dem achten Tabellenplatz steht, bewies das Team europäische Klasse. Für Freiburg bedeutet dies: Nur mit einer deutlichen Steigerung und dem nötigen Glück kann die historische Marke des Viertelfinaleinzugs noch erreicht werden. Das Rückspiel verspricht Spannung pur.



