Fritz reagiert auf Weisers Kritik: „Unterstelle nichts Böses“ - Gespräch angekündigt
Fritz auf Weiser-Kritik: „Unterstelle nichts Böses“

Fritz nach Weiser-Kritik: „Unterstelle nichts Böses“ - Internes Gespräch angekündigt

Nach den deutlichen Worten von Mitchell Weiser hat sich Werder Bremens Profifußball-Geschäftsführer Clemens Fritz erneut zu den Vorwürfen geäußert. Der 45-Jährige zeigte sich zwar verständnislos über die öffentliche Kritik des verletzten Abwehrspielers, will diese aber nicht überbewerten. „Es wäre mir lieber gewesen, wenn er zuerst zu mir gekommen wäre und mit mir darüber gesprochen hätte. Ich unterstelle ihm aber nichts Böses“, erklärte Fritz gegenüber dem Portal „Deichstube“.

Weisers Klartext als Seitenhieb gegen Transferpolitik

Der seit Monaten verletzte Leistungsträger Weiser hatte als Gast beim Sender Sky in der Halbzeitpause der Partie gegen RB Leipzig ungewöhnlich deutliche Kritik an sportlichen Entscheidungen seines Clubs geübt. Der 31-Jährige Abwehrspieler äußerte sich insbesondere zur Transferpolitik der vergangenen Monate. „Es ist schon so, dass im letzten Sommer viele Sachen passiert sind, die für mich fragwürdig waren“, sagte Weiser und erwähnte mehrfach die positive Entwicklung der Bremer unter Ex-Trainer Ole Werner.

Laut Weiser seien Spieler gegangen, denen man nun nachtrauern würde, und diese Entscheidungen seien „ein bisschen fahrlässig“ gewesen. „Das müssen wir jetzt irgendwie schaffen aufzuarbeiten und zu verbessern für nächstes Jahr“, fügte der Verteidiger hinzu. Diese Äußerungen werden im Werder-Umfeld als deutlicher Seitenhieb gegen Geschäftsführer Fritz gewertet, dem seit Monaten falsche Entscheidungen in der Transferpolitik vorgeworfen werden.

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Fritz verteidigt Entscheidungen und kündigt Gespräch an

Clemens Fritz reagierte prompt auf die Vorwürfe und verteidigte die getroffenen Entscheidungen. „Wir haben im vergangenen Sommer Entscheidungen getroffen, die notwendig waren und hinter denen wir weiterhin stehen. Wir wollten den Kader verjüngen und neue Werte schaffen“, erklärte der Werder-Geschäftsführer. Gleichzeitig zeigte er sich verwundert über Weisers Aussagen, da er dem Spieler die Beweggründe bereits in einem früheren Gespräch erläutert habe. „Unsere Beweggründe kennt Mitch, die habe ich ihm vor ein paar Wochen erklärt – deshalb ist seine Aussage für mich unverständlich“.

Fritz kündigte an, die Angelegenheit noch einmal gemeinsam mit Weiser zu besprechen. „Wir werden die Angelegenheit noch einmal gemeinsam besprechen“, sagte der 45-Jährige. Bereits nach der 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig um Ex-Coach Ole Werner hatte Fritz eine interne Aufarbeitung angekündigt. Der Sportchef betonte, dass er vor einigen Wochen bereits ein „gutes, sehr offenes und ehrliches Gespräch“ mit Weiser geführt habe.

Werder im Abstiegskampf - Weiser auf Rückkehrkurs

Die Kontroverse zwischen Geschäftsführer und Leistungsträger fällt in eine schwierige Phase für Werder Bremen. Die Mannschaft befindet sich aktuell im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga und kämpft um den Klassenerhalt. Die öffentliche Kritik eines etablierten Spielers an der Vereinsführung sorgt daher für zusätzliche Unruhe.

Mitchell Weiser hatte sich im vergangenen Sommer einen Kreuzbandriss zugezogen und fehlt seitdem der Mannschaft. In den kommenden Wochen will der 31-Jährige jedoch wieder ins Training einsteigen und damit seinen Weg zurück auf den Platz antreten. Ob die aktuelle Kontroverse Auswirkungen auf seine Rückkehr oder die Stimmung innerhalb des Teams haben wird, bleibt abzuwarten.

Die Situation zeigt einmal mehr, wie unter Druck stehende Vereine mit internen Konflikten umgehen müssen. Während Weiser seine Kritik öffentlich äußerte, setzt Fritz auf direkte Kommunikation und interne Klärung. Das angekündigte Gespräch zwischen beiden wird zeigen, ob die Differenzen beigelegt werden können oder ob die Kontroverse weiterhin für Gesprächsstoff im Werder-Umfeld sorgen wird.

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