Fußballprofi sorgt mit Bombendrohung für Flugzeug-Evakuierung
Ein verstörender Vorfall hat den argentinischen Fußball erschüttert. Der 32-jährige Zweitliga-Verteidiger Emiliano Endrizzi von Gimnasia y Esgrima de Jujuy rief kurz vor dem Abflug eines Flugzeugs von San Salvador de Jujuy nach Buenos Aires im Innenraum der Maschine das Wort "Bombe". Der Vorfall ereignete sich am Samstag, als sich das Team auf den Weg zum Auswärtsspiel gegen Agropecuario in der Provinz Buenos Aires machte.
Panik an Bord und Festnahme
Die unverantwortliche Äußerung des Profifußballers versetzte die anderen Passagiere in große Aufregung und Panik. Sicherheitskräfte rückten umgehend an und führten Endrizzi in Handschellen aus dem Flugzeug. Medienberichten zufolge soll der Verteidiger dabei sogar noch gesagt haben: "Es wird alles explodieren." Die Folge war eine sofortige Evakuierung der Maschine, die anschließend gründlich untersucht wurde.
Durch den Sicherheitsvorfall kam es nicht nur bei dem betroffenen Flugzeug des Fußballklubs zu erheblichen Verzögerungen, sondern auch bei anderen Maschinen. Am darauffolgenden Spieltag fehlte Endrizzi bereits bei der 2:1-Partie seiner Mannschaft. Es besteht die reale Möglichkeit, dass er für Gimnasia y Esgrima de Jujuy nie wieder auflaufen wird.
Klub distanziert sich deutlich
Der Verein denkt laut verschiedenen Medienberichten ernsthaft darüber nach, den Vertrag mit dem 32-Jährigen aufzulösen. Klubpräsident Walter Morales stellte nach dem Vorfall klar: "Wir versuchen, den Ruf von Gimnasia zu schützen, denn der Verein ist für all das nicht verantwortlich. Wir werden die Institution verteidigen, das ist das Wichtigste."
In einer offiziellen Mitteilung des Klubs heißt es weiter: "Um es klarzustellen: Der Verein trägt keinerlei Verantwortung. Die Verantwortung liegt ausschließlich beim Spieler." Der Club bekundete außerdem seine uneingeschränkte Bereitschaft, mit den Behörden zusammenzuarbeiten, um die Ereignisse schnellstmöglich aufzuklären.
Konsequenzen für die Karriere
Die Zukunft von Emiliano Endrizzi im Profifußball steht nun mehr als nur auf der Kippe. Der Verein wartet auf die Entscheidungen der zuständigen Behörden, um anschließend die entsprechenden internen Maßnahmen zu bewerten. Es wird erwartet, dass neben strafrechtlichen Konsequenzen auch sportrechtliche Sanktionen folgen könnten.
Der Vorfall zeigt erneut, wie schnell eine unbedachte Äußerung schwerwiegende Folgen haben kann - besonders im sensiblen Bereich der Flugsicherheit. Für den Fußballklub bedeutet der Zwischenfall nicht nur sportliche, sondern auch imagebezogene Herausforderungen, die nun bewältigt werden müssen.



