Oliver Glasner unter Druck: Crystal Palace-Fans fordern Trainer-Rücktritt nach enttäuschenden Ergebnissen
Glasner unter Druck: Palace-Fans fordern Trainer-Rücktritt

Oliver Glasner im Kreuzfeuer der Crystal Palace-Anhänger

Die Situation um Oliver Glasner (51) beim englischen Premier-League-Klub Crystal Palace spitzt sich zu. Der Vertrag des österreichischen Trainers läuft in diesem Sommer aus, doch bereits jetzt mehren sich die Stimmen aus den eigenen Fan-Reihen, die eine vorzeitige Trennung fordern.

Gespräche über die Zukunft nach enttäuschenden Ergebnissen

Laut dem renommierten Transfer-Experten Fabrizio Romano (33) fanden am Freitag intensive Gespräche zwischen Glasner und den Verantwortlichen des Klubs statt. Diese Beratungen über die gemeinsame Zukunft erfolgten vor dem Hintergrund jüngster sportlicher Rückschläge. Crystal Palace hatte zuvor in der Zwischenrunde der Conference League nur ein 1:1-Unentschieden bei Zrinjski Mostar erreicht.

Die Unzufriedenheit der Anhänger entlud sich bereits während des Spiels in lautstarken Sprechchören. „Du wirst morgen früh gefeuert“ skandierten die enttäuschten Palace-Fans deutlich vernehmbar. Diese Stimmung spiegelt die angespannte Lage wider, in der sich der ehemalige Bundesliga-Trainer aktuell befindet.

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Glasners selbstkritische Analyse der Situation

Nach dem enttäuschenden Unentschieden äußerte sich Glasner mit bemerkenswerter Offenheit: „Ich bin immer realistisch, und wir befinden uns derzeit nicht in der besten Phase. Ehrlich gesagt verstehe ich das und übernehme für alles die Verantwortung, weil ich für das Team verantwortlich bin.“

Der Trainer ging in seiner Analyse noch weiter: „Derzeit bin ich einfach nicht gut genug, um die Spieler zu ersetzen, die wir verkauft haben. Ich bin einfach nicht gut genug, um die neuen Spieler so zu integrieren, dass sie so spielen wie wir, und ich bin nicht gut genug, damit wir den Spielplan bewältigen können, den wir haben.“

Doch Glasner richtete auch einen Appell an die Fans: „Ich sage immer, das Wichtigste ist, bescheiden zu bleiben, und ich denke, das gilt auch für die Fans.“

Sportliche Bilanz und ungewisse Zukunft

Die aktuelle Saison verläuft für Crystal Palace unter Glasners Leitung enttäuschend. Nach dem frühen Ausscheiden in der 3. Runde des FA-Cups und dem aktuellen Tabellenplatz 13 in der Premier League droht nun auch das vorzeitige Aus im internationalen Geschäft der Conference League.

Dies steht in starkem Kontrast zu Glasners bisheriger Bilanz bei den Eagles. Seit seinem Amtsantritt im Februar 2024 absolvierte der Österreicher bisher 101 Spiele an der Seitenlinie. Unter seiner Führung gewann Crystal Palace im vergangenen Jahr überraschend den Pokal – ein großer Erfolg, der aktuell jedoch in weite Ferne gerückt scheint.

Auf die direkte Frage, ob er bis zum Saisonende bei Crystal Palace bleiben wolle, wich Glasner aus: „Mal sehen, was die Zukunft bringt. Das wissen wir nie.“ Diese Aussage nährt weiter die Spekulationen über eine mögliche vorzeitige Trennung.

Vergangenheit und kommende Herausforderungen

Bevor Glasner zu Crystal Palace wechselte, trainierte er von Sommer 2021 für zwei Jahre Eintracht Frankfurt und führte den Klub zum Gewinn der Europa League. Zuvor war er zwei Jahre beim VfL Wolfsburg als Trainer tätig.

Die unmittelbare sportliche Herausforderung wartet bereits am kommenden Sonntag, wenn Glasner und sein Team in der Premier League auf das Schlusslicht Wolverhampton Wanderers treffen. Ein Sieg wäre dringend notwendig, um die angespannte Stimmung etwas zu entschärfen.

Interessanterweise postete Fabrizio Romano am Freitagabend noch, dass Trainer und Klubführung zunächst gemeinsam weitermachen wollen. Ob diese Absicht angesichts der anhaltenden Kritik und der sportlichen Ergebnisse Bestand haben wird, bleibt jedoch fraglich.

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