Glasner vor Abschied mit Conference-League-Titel bei Crystal Palace
Glasner vor Abschied mit Conference-League-Titel

Oliver Glasner könnte sich keinen schöneren Abschied von Crystal Palace vorstellen: den Conference-League-Pokal in den Händen, die Feierlichkeiten in der Leipziger Arena. „Das wäre schon ein Drehbuch, das ich ganz gerne lesen würde“, sagte der scheidende Teammanager. Doch vor dem Halbfinal-Rückspiel gegen Schachtar Donezk am Donnerstag (ab 21 Uhr im Liveticker) bleibt der 51-Jährige bodenständig. Er mache „nie gern den zweiten Schritt vor dem ersten“, betonte der Österreicher bei Sky. Zunächst gelte es, Schachtar „in zwei Spielen auszuschalten“. Erst dann könne man sich Gedanken über ein Finale machen.

Gute Ausgangslage nach Hinspielsieg

Durch den 3:1-Erfolg im Hinspiel ist die Basis für den Finaleinzug vielversprechend. Für die „Eagles“ wäre es die erste internationale Trophäe der Vereinsgeschichte. Glasner selbst würde damit seine erfolgreiche, aber zuletzt von Spannungen geprägte Zeit an der Seitenlinie krönen. Im vergangenen Jahr führte er Palace zum ersten FA-Cup-Triumph gegen Manchester City, gefolgt vom Gewinn des Community Shield gegen Meister FC Liverpool. Doch im Januar kündigte Glasner seinen Abschied im Sommer an und kritisierte die Klubführung, was bei vielen Fans des Tabellen-15. der Premier League auf Unverständnis stieß.

Zukunft noch offen

Wo Glasner seine „neue Herausforderung“ sucht, ist weiter unklar. Zuletzt wurde er mit Manchester United in Verbindung gebracht, doch die Red Devils sicherten sich unter Interimscoach Michael Carrick die Champions-League-Rückkehr. Auch Bayer Leverkusen gilt als möglicher Arbeitgeber, da Trainer Kasper Hjulmand unter Druck steht. Glasner selbst hält sich bedeckt: „Ich plane da jetzt nichts, ich lasse es auf mich zukommen.“ Er wolle bis zum letzten Tag „der bestmögliche Oliver Glasner“ sein und seine Londoner Wohnung „mit einer großen Party“ räumen.

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Nächster Europa-Coup in Leipzig?

Der Conference-League-Titel wäre der perfekte Abschluss. Im Finale am 27. Mai in Leipzig würde entweder Rayo Vallecano oder Racing Straßburg (Hinspiel 1:0) warten. Glasner kennt internationale Erfolge: Mit Eintracht Frankfurt gewann er 2022 die Europa League nach einem Elfmeterkrimi gegen die Glasgow Rangers. An seinen Abschied denkt er aber noch nicht zu intensiv. „Wir sind nicht beim Nachwort“, erklärte er. „Eigentlich kommen jetzt erst die spannenden letzten Seiten eines Buches, wo wir alle auf ein Happy End hoffen.“

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