DFB-Tore aberkannt: Gräfe analysiert strittige Szenen gegen Elfenbeinküste
Gräfe: DFB-Tore gegen Elfenbeinküste zu Unrecht aberkannt

WM-Experte Manuel Gräfe hat die Aberkennung zweier Tore der deutschen Nationalmannschaft im Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste scharf kritisiert. In seiner Analyse für BILD bezeichnete der ehemalige Schiedsrichter die Entscheidungen als „nicht nachvollziehbar“ und „falsch“. Die DFB-Elf spielte im kleinsten Stadion der WM und sah sich mit umstrittenen VAR-Entscheidungen konfrontiert.

Gräfes Urteil zu den strittigen Szenen

Manuel Gräfe, bekannt für seine klaren Worte, nahm die beiden aberkannten Treffer genau unter die Lupe. „Bei beiden Szenen lag kein klares Foulspiel vor, das eine Aberkennung rechtfertigt“, so Gräfe. „Der VAR hätte hier nicht eingreifen dürfen.“ Besonders die zweite Szene sei „eine Fehlentscheidung“ gewesen, die das Spiel hätte kippen können. Die deutsche Mannschaft zeigte sich laut Gräfe jedoch unbeeindruckt und kämpfte sich trotz der Rückschläge zurück ins Spiel.

DFB-Elf im kleinsten Stadion der WM

Die Partie fand im Estadio Único Madre de Ciudades in Santiago del Estero statt, das mit rund 30.000 Plätzen das kleinste Stadion der WM ist. Für die DFB-Elf war es eine ungewohnte Kulisse, die jedoch für eine intensive Atmosphäre sorgte. „Die Enge des Stadions hat das Spiel intensiver gemacht“, analysierte Gräfe. „Die Spieler waren näher am Geschehen, was sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringt.“

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Drei Rote Karten und VAR-Chaos

Neben den aberkannten Toren sorgte auch die hohe Anzahl an Platzverweisen für Diskussionen. Gräfe äußerte eine Theorie, dass die restliche WM von weiteren Roten Karten geprägt sein könnte. „Die Schiedsrichter sind unter Druck, Härte zu zeigen“, erklärte er. „Das führt zu überzogenen Entscheidungen.“ Zudem kündigte Gräfe an, dass das VAR-Chaos möglicherweise zu einer Regeländerung führen werde – insbesondere im Hinblick auf die sogenannte „Schwalbe“.

Gräfe kritisiert Collina: Gesundheit der Stars gefährdet

In einem weiteren Punkt nahm Gräfe FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina ins Visier. „Es geht um die Gesundheit der WM-Stars“, betonte Gräfe. „Die ständigen Unterbrechungen und die Unsicherheit über die Regeln belasten die Spieler physisch und psychisch.“ Er forderte eine klare Linie und mehr Schutz für die Akteure. Die Diskussion um die Regelauslegung werde die WM noch lange begleiten, so Gräfe.

Reaktionen aus dem DFB-Team

Nach dem Spiel äußerten sich auch Spieler und Verantwortliche. Joshua Kimmich sorgte mit einem frechen Spruch an alle Reporter für Lacher, während Rüdiger über die Gebetsszene von Nmecha sprach. „Das waren doch schöne Bilder“, so Rüdiger. Ein anderer Spieler kritisierte jedoch, dass Rüdiger „mehrfach über die Stränge geschlagen“ habe. Die Stimmung im Team sei trotz der strittigen Entscheidungen positiv, berichtete Gräfe.

Ausblick: DFB-Shootingstar und TV-Knistern

Lothar Matthäus prophezeite, dass ein DFB-Star zum Shootingstar der WM werde. „Er hat das Zeug, sich in den Vordergrund zu spielen“, so Matthäus. Im TV sorgte zudem ein „Knistern“ zwischen Jürgen Klopp, Thomas Müller und Rudi Völler für Aufsehen. Gräfe kommentierte: „Das zeigt, wie emotional dieses Turnier ist – nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits davon.“

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