Bayern-Präsident Hainer lobt Kompanys Rassismus-Statement als „intelligent und mutmachend“
Hainer: Kompanys Rassismus-Statement war genau auf den Punkt

Bayern-Präsident Hainer voll des Lobes für Kompanys klare Worte gegen Rassismus

Das eindringliche Statement von Vincent Kompany gegen Rassismus hat auch in der Führungsetage des FC Bayern München tiefen Eindruck hinterlassen. Präsident Herbert Hainer äußerte sich bei der Veranstaltung „Night of the Legends“ gegenüber Sport1 voller Anerkennung für den Trainer.

„Er hat viele aufgerüttelt und Mut gemacht“

„Ich habe das schon öfter in Interviews gesagt: Vincent Kompany ist nicht nur auf dem Platz, sondern auch neben dem Platz ein super Typ, der tut uns so gut“, betonte Hainer. Der Bayern-Präsident zeigte sich besonders beeindruckt von Kompanys Reaktion auf den mutmaßlichen Rassismus-Vorfall um Real-Madrid-Star Vinícius Júnior.

Kompany hatte am Freitagvormittag mit einem zwölfminütigen Monolog auf den Vorfall beim Champions-League-Spiel zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid reagiert. „Ich habe ihn schon ein paarmal als Sechser im Lotto bezeichnet, und wenn man gesehen hat, was er heute für ein Statement gemacht hat, das war intelligent, wohlüberlegt und genau auf den Punkt“, so Hainer weiter. „Damit hat er viele aufgerüttelt, aber auch viel Mut gemacht.“

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Der Auslöser: Vorfall in Lissabon

Am Dienstagabend war es in Lissabon zum Eklat gekommen, als sich Vinícius Júnior bei Schiedsrichter Francois Letexier über eine mutmaßliche rassistische Äußerung von Benficas Gianluca Prestianni beschwerte. Dieser soll den brasilianischen Stürmer als „Affe“ bezeichnet haben. Während der verbalen Auseinandersetzung hatte Prestianni sich allerdings das Trikot über Mund und Nase gezogen, was die Situation zusätzlich verkomplizierte.

Kompanys Appell für mehr Nuancen

In seinem Statement wechselte Kompany bewusst vom Deutschen ins vertrautere Englisch, um seine Botschaft präziser zu formulieren. „Es ist ein schwieriges Thema“, begann der Belgier seine Ausführungen. „Wenn es wahr ist, dass der Spieler von Benfica das gesagt hat, würde ich mir wünschen, dass es einen Raum für eine Entschuldigung gibt. Niemand auf der Welt ist perfekt.“

Kompany kritisierte dabei die oft polarisierte Debattenkultur: „Aber wir berauben uns dieser Option. Es gibt immer nur links und rechts, schwarz und weiß.“ Mit diesen Worten plädierte der Bayern-Trainer für mehr Differenzierung und die Möglichkeit von Versöhnung im Umgang mit solchen Vorfällen.

Die klare Positionierung Kompanys zeigt, dass der FC Bayern München nicht nur sportliche, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung ernst nimmt. Hainers öffentliche Unterstützung unterstreicht, dass solche Statements innerhalb des Vereins wertgeschätzt und als wichtiger Beitrag zur gesellschaftlichen Debatte angesehen werden.

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