Hallescher FC beendet Zusammenarbeit mit Finanzchef Robert Marien vorzeitig
Der Hallescher FC hat sich nach nur zehn Monaten Amtszeit von seinem kaufmännischen Leiter Robert Marien getrennt. Der Fußball-Regionalligist gab bekannt, dass der Vertrag des 45-Jährigen zum 30. Juni 2026 enden wird. Marien war für die Geschäftsstelle verantwortlich und leitete die Bereiche Finanzen, Vertrieb, Marketing, Verwaltung sowie Ticketing.
Strategische Differenzen als Trennungsgrund
In einer offiziellen Stellungnahme des Viertligisten hieß es: „Grundlage dieser Entscheidung sind unterschiedliche Auffassungen über die strategische Ausrichtung des Vereins über das laufende Saisonende hinaus. Beide Seiten haben sich in konstruktiven Gesprächen darauf verständigt, den Übergang frühzeitig und geordnet zu gestalten.“ Damit bestätigte der Club Gerüchte, die bereits länger über ein vorzeitiges Ausscheiden von Marien kursierten.
Vom Hoffnungsträger zur umstrittenen Figur
Erst am 6. Mai 2025 war Robert Marien als neuer Hoffnungsträger des Hallescher FC vorgestellt worden. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Hansa Rostock sollte die Professionalisierung des Vereins abseits des Spielgeschehens vorantreiben und den Club zurück in die 3. Liga führen. Doch in Fan- und Vorstandskreisen hatte sich in den vergangenen Monaten eine zunehmende Zahl an Kritikern gebildet.
Mariens Erfolge in Rostock waren beachtlich: Unter seiner Führung von 2016 bis 2024 hatte sich die Mitgliederzahl des norddeutschen Clubs fast verdreifacht. Die Einnahmen aus Marketing und Ticketing stiegen signifikant an, und der verschuldete Verein wurde schrittweise saniert. Diese Expertise sollte er nun auch in Halle einbringen.
Geordneter Übergang bis zum Sommer
Nur gut zehn Monate nach seiner Vorstellung verkündete der Hallescher FC nun das nahende Aus des Finanzchefs. Beide Parteien betonten jedoch, dass der Übergang geordnet verlaufen soll. Die frühe Bekanntgabe der Trennung soll Planungssicherheit für beide Seiten schaffen und einen reibungslosen Wechsel in der Geschäftsführung ermöglichen.
Der Hallescher FC muss sich nun auf die Suche nach einem Nachfolger für die wichtige Position des kaufmännischen Leiters machen. Die Entscheidung fällt in eine sportlich wie wirtschaftlich entscheidende Phase für den Verein, der weiterhin den Aufstieg in die 3. Liga anstrebt.



