Hamann kritisiert DFB-Kader: Diese zwei Spieler fehlen ihm entscheidend
Hamann kritisiert DFB-Kader: Zwei Spieler fehlen

Hamann übt deutliche Kritik an Nagelsmanns Kaderwahl

Fußballexperte Dietmar Hamann (52) hat sich in einer ausführlichen Analyse zum aktuellen Kader der deutschen Nationalmannschaft geäußert und dabei zwei markante Abwesenheiten kritisiert. Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) hatte am Donnerstag seinen Spielerkader für die bevorstehenden Freundschaftsspiele gegen die Schweiz (27. März) und Ghana (30. März) bekannt gegeben. Während die Debütanten Jonas Urbig (22) und Lennart Karl (18, beide FC Bayern) Berücksichtigung fanden, fehlen nach Hamanns Ansicht zwei andere Spieler auf unverständliche Weise.

El Mala: Kölns Topscorer bleibt außen vor

Besonders überrascht zeigt sich Hamann über die erneute Nichtnominierung von Kölns Senkrechtstarter Said El Mala (19). Der junge Offensivspieler ist lediglich Teil der deutschen U21-Nationalmannschaft, die in der EM-Qualifikation auf Nordirland und Griechenland trifft. Bei Sky kommentierte Hamann diese Entscheidung deutlich: „Über seine Qualitäten brauchen wir nicht zu diskutieren. Dass er in Köln nicht immer von Beginn an spielt, darf nicht gegen ihn verwendet werden.“

Hamann führte weiter aus: „Er hat für Köln neun Tore erzielt und seine Entwicklung verläuft kontinuierlich positiv. Ich sehe keinerlei Argumente, ihn nicht mitzunehmen.“ Tatsächlich ist El Mala in seiner Debütsaison in der Bundesliga mit neun Toren und vier Vorlagen der beste Scorer des 1. FC Köln – eine Leistung, die nach Hamanns Überzeugung eine Nominierung für die A-Mannschaft rechtfertigen würde.

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Bisseck: Stammspieler bei Inter Mailand ignoriert

Ein weiterer Spieler, den Hamann im DFB-Kader schmerzlich vermisst, ist Innenverteidiger Yann Bisseck (25). Der ehemalige Kölner steht seit 2023 bei Inter Mailand unter Vertrag und gab im vergangenen Jahr bereits sein Debüt für die Nationalmannschaft. Hamann betonte: „Bisseck gehört bei Inter seit Dezember wieder zu den Stammspielern. Er ist außerordentlich kopfballstark und wir wissen alle, wie entscheidend Standardsituationen im modernen Fußball sind.“

Der Experte verwies zudem auf eine taktische Option: „Sollte man in den Schlussminuten ein Tor benötigen, könnte man ihn sogar im Angriff einsetzen. Ich hätte ihn sehr gerne im aktuellen Kader gesehen.“ Bissecks regelmäßige Einsätze bei einem Topklub wie Inter Mailand und seine bereits gesammelten Länderspielerfahrungen machen seine Abwesenheit für Hamann besonders unverständlich.

Gesamtbewertung des Kaders

Der ehemalige Nationalspieler Hamann, der selbst 59 Länderspiele für Deutschland absolvierte, gab auch eine grundsätzliche Einschätzung zur Kaderzusammenstellung ab: „Es geht im Kern darum, qualitativ hochwertige Spieler zu haben und alle Positionen doppelt zu besetzen. Wir hatten in der Vergangenheit wahrscheinlich schon schwächere Kader. Derzeit sind viele hochtalentierte Spieler vertreten.“

Abschließend betonte Hamann einen zentralen Erfolgsfaktor: „Wenn es gelingt, einen echten Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft zu schaffen, können durchaus außergewöhnliche Leistungen und Ergebnisse entstehen.“ Seine Kritik an den beiden fehlenden Spielern bleibt dabei jedoch unvermindert bestehen und unterstreicht die Diskussion um Nagelsmanns Personalentscheidungen im Vorfeld der wichtigen Testspiele.

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