Hamann kritisiert FC Bayern scharf: Upamecano-Verlängerung ein Fehler?
Der FC Bayern München hat am Freitagmittag die erlösende Nachricht für viele Fans verkündet: Der monatelange Poker um Dayot Upamecano ist offiziell beendet. Der französische Innenverteidiger verlängerte seinen Vertrag beim deutschen Rekordmeister bis zum 30. Juni 2030. Doch nicht alle Beobachter zeigen sich von dieser Entwicklung begeistert.
Kritik am Verhandlungsgebaren des FC Bayern
Sky-Experte Dietmar Hamann äußerte sich in den vergangenen Tagen äußerst kritisch zum Vorgehen der Münchner. „Ich muss mich schon etwas wundern über das Geschäft und das Verhandlungsgebaren der Bayern“, sagte der ehemalige Bayern-Spieler. Hamann verwies darauf, dass Anfang Februar durchgesickert war, dass der 27-jährige Upamecano das Angebot des FC Bayern erst im letzten Moment angenommen hatte – nachdem die gesetzte Deadline bereits abgelaufen war.
Der Verteidiger ließ den Verein damit über einen längeren Zeitraum warten, was bei Hamann auf Unverständnis stieß. „Er hatte ein Angebot vorliegen, hat die Deadline verstreichen lassen, kam dann aber wieder angekrochen und hat gesagt, er will unterschreiben. Dann hat es aber nochmal zwei Wochen gedauert. Ich weiß nicht, was es da noch zu verhandeln gab“, so der Experte weiter.
Hamann vermisst die frühere Stärke des Vereins
Der ehemalige Nationalspieler fügte an, dass er sich von den Verantwortlichen des FC Bayern während des zähen Verhandlungspokers deutlich mehr Härte gewünscht hätte. „Es war mal eine Zeit, in der die Bayern der starke Verein waren, der angesagt hat, was die Spieler machen können und was sie nicht machen können“, erinnerte Hamann.
Heute habe man jedoch den Eindruck, dass sich dieses Machtverhältnis verschoben habe. „Jetzt hast du das Gefühl, dass die Berater den Bayern sagen, was zu machen ist“, kritisierte der Sky-Experte. Diese Entwicklung sei aus seiner Sicht problematisch, da sie die Tür für ähnliches Vorgehen anderer Stars in Zukunft öffnen könnte.
Langfristige Konsequenzen befürchtet
Für Hamann stellt das Verhalten des FC Bayern im Fall Upamecano eine bedenkliche Entwicklung dar. „Auf Dauer ist das keine gute Konstellation“, warnte der Experte. Die Verlängerung des Innenverteidigers mag für viele Fans zunächst eine positive Nachricht sein, doch die Art und Weise der Vertragsverhandlungen wirft Fragen auf.
Der FC Bayern muss sich nun fragen lassen, ob er in Zukunft bei ähnlichen Verhandlungssituationen konsequenter auftreten wird oder ob sich das von Hamann kritisierte Muster wiederholen wird. Die verlängerte Bindung von Dayot Upamecano bis 2030 sichert dem Verein zwar langfristig einen wichtigen Defensivspieler, doch der Weg dorthin bleibt umstritten.



