Heute Abend trifft der FC Bayern im Halbfinal-Hinspiel der Champions League auf Paris Saint-Germain. Anstoß ist um 21 Uhr, übertragen wird die Partie auf Amazon Prime Video und im Liveticker von BILD. Vor dem brisanten Duell haben sich die Fußball-Experten Didi Hamann (52) und Markus Babbel (53) zu den Chancen der beiden Teams geäußert.
Hamann sieht Paris vor Bayern
Didi Hamann, der als einer der besten deutschen Fußballkenner gilt, zeigt sich beeindruckt von der aktuellen Form der Franzosen. Gegenüber BILD erklärte er: „Ich glaube, dass Paris die beste Mannschaft ist. Sie sind vielleicht noch ein Stück vor den Bayern und kommen wieder zur richtigen Zeit ins Laufen. Man hat bei ihnen immer das Gefühl, dass sie noch ein, zwei Gänge mehr haben. Das ist jetzt der ultimative Test für Bayern.“ Für die Münchner wird es demnach eine große Herausforderung, das Finale am 30. Mai in Budapest zu erreichen.
Babbel setzt auf Bayern
Markus Babbel, ehemaliger Verteidiger und Europameister von 1996, sieht die Rollen dagegen anders verteilt. Er glaubt, dass Bayern individuell mindestens ebenbürtig ist: „Individuell sind sie nicht schlechter als Paris, ganz im Gegenteil. Aber sie müssen die Fehler, die sie gegen Real begangen haben, abstellen. Dann schaut es auch gut aus.“ Dennoch räumt auch Babbel ein, dass Paris sich gesteigert hat: „Es ist nicht mehr das Paris aus der Ligaphase, sondern die haben sich definitiv gesteigert. Also da brauchen die Bayern zwei Top-Mannschaftsleistungen.“
Kompany-Sperre belastet Bayern
Eine zusätzliche Hürde für die Münchner ist das Fehlen von Cheftrainer Vincent Kompany (40). Der Belgier ist wegen einer Gelb-Sperre nicht mit an der Seitenlinie und muss das Spiel aus einer Loge im Stadion verfolgen. Seine Aufgaben übernimmt Co-Trainer Aaron Danks (42), der bereits das Abschlusstraining am Montagmittag in München leitete. Für Babbel ist das ein klarer Nachteil: „Es ist zumindest kein Vorteil. Ich sehe das schon skeptisch, weil er strahlt halt schon auch eine gewisse Autorität und Ruhe aus auf der Trainerbank. Das ist wahrscheinlich schon ein bisschen ungewohnt.“ Zwar sei das Spiel selbst so laut, dass Anweisungen kaum durchkämen, doch die Präsenz des Trainers sei psychologisch wichtig: „Deswegen ist das schon ein Handicap für die Bayern, aber der Stab wird das auffangen.“
Hamann sieht das ähnlich, bleibt aber gelassen: „Die Mannschaft und der Trainer, die Verbindung, das scheint so gefestigt zu sein. Vielleicht ist es aber auch noch ein extra Anreiz für die Jungs, zu zeigen, wir schaffen es trotzdem. Es ist nicht optimal, aber ich glaube, es ist zu verkraften.“



