Der Traum wird wahr: Moritz Sauter (23), Spielmacher des HSV Hamburg, ist erstmals für die deutsche Handball-Nationalmannschaft nominiert worden. Bundestrainer Alfred Gislason (66) berief ihn für die beiden Länderspiele gegen Dänemark am 15. und 17. Mai in den 17er-Kader. Für Sauter ist es die erste Einladung zur A-Auswahl – und sie kommt in illustrer Gesellschaft.
Vertraute Gesichter erleichtern den Einstieg
Mit Sauter stehen gleich sieben weitere U21-Weltmeister von 2023 im Aufgebot. Neun seiner damaligen Gold-Kollegen wurden bereits zuvor in die A-Mannschaft berufen, nun ist Sauter der zehnte. Insgesamt sind acht Weltmeister von 2023 diesmal dabei. Der 23-Jährige profitiert von diesem vertrauten Umfeld: „Ja, natürlich ist es schön, alle mal wiederzusehen. Das macht den Einstieg für mich dann auch ein wenig einfacher. Es ist schon etwas Cooles, etwas Besonderes, etwas, was nicht jede Nationalmannschaft hat. Und es zeigt, wie gut die Jugendarbeit in unserem Land ist.“
Intensive Vorbereitung des Bundestrainers
Die Nominierung kommt nicht überraschend. Wie BILD erfuhr, hat sich Gislason intensiv mit Sauter beschäftigt, viele HSV-Videos geschnitten und sich so von dessen Leistungsstärke überzeugt. Beim HSV Hamburg gehört Sauter zu den Leistungsträgern (137 Tore, 58 Assists in dieser Saison). Bereits bei der EM 2026 stand er im 35er-Kader – nun schaffte er den Sprung in den 17er-Kader für den Doppeltest gegen den Olympiasieger, Welt- und Europameister Dänemark.
Freude pur nach dem Anruf
Als die Nachricht kam, war die Erleichterung groß: „Montagnachmittag habe ich es erfahren und mich riesig gefreut. Ich hatte es nie so richtig ausgesprochen, aber es war schon mein Ziel in den vergangenen Monaten, mal nominiert zu werden. Ich wusste, dass das nur mit Leistung geht. Jetzt bin ich froh, dass ich nominiert wurde. Das ist pure Freude.“
Die Herausforderung gegen die Top-Nation Dänemark schreckt Sauter nicht: „Ich habe aber auch schon zu Erik (Gislasons Co-Trainer Wudtke) gesagt: Ich habe mir die Highlight-Spiele herausgesucht. Ich freue mich natürlich, wenn es gegen die Top-Nation im Handball geht. Aber es wäre mir jetzt auch egal. Das ist jetzt die erste Einladung für die A-Nationalmannschaft. Hauptsache ist, dass ich dabei bin.“
Einladung zum Kabinenfest
Die gute Nachricht behielt Sauter nicht für sich. Direkt nach dem HSV-Training trat er vor seine Kollegen – darunter auch sechs Dänen. „Ich habe es dann allen mitgeteilt. Jeder hat mich beglückwünscht und sich für mich gefreut. Dann habe ich alle auf ein Kabinenfest eingeladen.“ Das steigt am 20. Mai – nach der Länderspiel-Premiere, gemeinsam mit dem Athletik-Trainer.



