Elfmeter-Drama in Hannover: 96 patzt gegen Schlusslicht Fürth und verliert 1:2
Hannover 96 blamiert sich gegen Fürth - Elfmeter verballert

Blamage vor eigenem Publikum: Hannover 96 patzt gegen Schlusslicht Fürth

Ein böser Rückschlag im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga: Hannover 96 hat sich am Samstag vor 35.600 enttäuschten Zuschauern im eigenen Stadion eine peinliche Niederlage gegen das bisherige Tabellenschlusslicht Fürth geleistet. Die 1:2-Heimpleite nach einem verballerten Elfmeter von Kapitän Enzo Leopold bedeutet die nächste große Enttäuschung nach dem 0:0 gegen Dresden vor zwei Wochen.

Schwache erste Halbzeit und frühes Fürther Tor

Wie bereits im Spiel gegen Dresden zeigte Hannover 96 eine ganz schwache erste Halbzeit. Der gesperrte Noel Aseko fehlte nach vorn überall, und in der Defensive erlebte Abwehr-Juwel Ime Okon einen grottenschlechten Tag. In der 33. Minute konnte der Südafrikaner nicht klären und köpfte stattdessen den Ball genau vor die Füße von Noel Futkeu. Der Fürther Torjäger traf mit einem präzisen Drehschuss zum 1:0 für die Gäste. Die Roten wurden mit deutlichen Pfiffen in die Kabine verabschiedet.

Ex-Nationalspieler Christian Schulz (42) kommentierte bei Sky: „Bisher ist es ein bisschen dünne. Sie haben zwar Ballbesitz, aber sie kommen nicht in die entscheidenden Positionen. Da ist zu wenig Druck.“

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Titz reagiert mit Personalwechseln

Trainer Christian Titz reagierte zur Pause mit deutlichen Personalwechseln. Er beorderte Kapitän Enzo Leopold als „schwimmende Sechs“ ins Abwehrzentrum und nahm die fehleranfälligen Spieler Okon und Yokota heraus. Chakroun und Taibi kamen ins Spiel. Die taktischen Änderungen zeigten schnellen Erfolg: Chakroun nahm Maurice Neubauer mit, der mit seinem schwächeren rechten Fuß in der 50. Minute zum 1:1-Ausgleich traf.

Kurz darauf sorgte Torwart Nahuel Noll für Aufregung. Nach einem Handspiel angeblich außerhalb des Strafraums meldete sich der VAR. Es wurde eine Rote Karte überprüft, doch Noll hatte den Ball auf der Linie aufgenommen – was zum Strafraum gehört – und blieb somit unbestraft.

Ex-Spieler Dehm macht Blamage perfekt

Das Spiel entwickelte sich zu einer Aneinanderreihung von Aufregern. Ausgerechnet Ex-96er Jannik Dehm zirkelte in der 57. Minute den Ball zum 2:1 für Fürth über Noll hinweg ins Netz. Maik Nawrocki traf in der 63. Minute aus klarer Abseitsposition – der Treffer wurde zu Recht nicht anerkannt.

Die große Chance für Hannover kam in der 73. Minute: Elfmeter für die Roten. Kapitän Enzo Leopold trat an – und verschoß. Während er in Bielefeld noch sicher verwandelt hatte, schoss er diesmal genau in die Mitte. Torwart Silas Prüfrock blieb stehen und hielt den Ball. Nur 60 Sekunden später forderten die Hannoveraner erneut einen Elfmeter, doch Schiedsrichter Tom Bauer verortete das Foul an Chakroun außerhalb des Strafraums.

Kein Abschlussglück in Schlussphase

In den letzten Minuten warf die Titz-Truppe alles nach vorn, hatte jedoch kein Abschlussglück. Der eingewechselte Mustapha Bundu vergab in der 81. und 85. Minute die besten Gelegenheiten, den Ausgleich zu erzielen und zumindest einen Punkt mitzunehmen.

Vor dem wichtigen Auswärtsspiel am kommenden Sonntag bei Schalke 04 erleidet Hannover 96 damit einen bitteren Rückschlag im Kampf um den Aufstieg. Der Rückstand auf Tabellenführer Schalke beträgt wieder fünf Punkte, der auf Platz 3 (Elversberg) drei Zähler. Die Niederlage gegen das bisherige Schlusslicht wird als schwere Blamage gewertet, die die Aufstiegshoffnungen der Niedersachsen deutlich dämpft.

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