Hannover 96 träumt weiter von der Rückkehr in die Bundesliga. Sieben Jahre nach dem Abstieg gelang den Niedersachsen ein wichtiger Auswärtssieg im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga. Beim Karlsruher SC gewann die beste Rückrunden-Mannschaft verdient mit 3:1 (1:1) und kletterte vorerst auf Platz drei.
Späte Tore entscheiden die Partie
In der Schlussphase schoss Hannover zwei späte Tore. Kolja Oudenne traf in der 82. Minute zur Führung, und Daisuke Yokota verwandelte in der 90.+10. Minute einen Foulelfmeter zum Endstand. Zuvor hatte Stefan Teitur Thordarson einen Strafstoß verschossen, der jedoch wiederholt werden musste, weil Karlsruhes Torwart Hans Christian Bernat beim Schuss vor seiner Linie stand.
Frühe Führung und Ausgleich vor der Pause
Mustapha Bundu brachte Hannover in der 18. Minute in Führung. Fabian Schleusener, der wenige Tage zuvor seinen Abschied vom KSC verkündet hatte, glich in der 44. Minute zum 1:1 aus. Vor 30.255 Zuschauern kontrollierte der Aufstiegskandidat lange das Geschehen und ließ defensiv kaum etwas zu. Erst kurz vor der Pause wurde Karlsruhe gefährlich: Philipp Förster vergab eine große Ausgleichschance, bevor Schleusener traf. Für den 34-Jährigen, der den KSC im Sommer verlassen wird, war es der zehnte Saisontreffer.
Handelfmeter oder Abseits?
In der zweiten Halbzeit gab es einen Aufreger: Nach einem Handspiel des früheren 96-Spielers Marcel Franke im eigenen Strafraum deutete zunächst alles auf einen Elfmeter für die Niedersachsen hin. Der Videobeweis ergab jedoch, dass ein anderer Hannover-Spieler bei der vorausgegangenen Flanke knapp im Abseits stand (60. Minute). Die Gäste drängten danach auf das 2:1. Havard Nielsen hatte das in der 78. Minute auf dem Fuß, vergab aber. In der Schlussphase machte der KSC noch einmal Druck, ohne jedoch eine gute Torchance zu haben. Dann beseitigte Yokota für die Gäste die letzten Zweifel.



