Hansa-Profi Gürleyen rechnet mit Schiedsrichter ab: „Noch nie Fußball gespielt“
Hansa-Profi rechnet mit Schiedsrichter nach Elfmeter ab

Hansa Rostock verliert nach umstrittenem Elfmeter bei 1860 München

Der Frust bei Hansa Rostock war nach der 0:1-Niederlage bei 1860 München deutlich spürbar. Entscheidend für das Ergebnis war eine höchst umstrittene Szene in der 48. Minute. Nach einer Flanke von München-Profi David Philipp sprang der Ball an die Hand von Hansa-Verteidiger Ahmet Gürleyen. Schiedsrichter Luca Jürgensen aus Hamburg zeigte nach kurzer Bedenkzeit auf den Elfmeterpunkt – eine Entscheidung, die bei den Rostockern für großen Unmut sorgte.

Gürleyen lässt seinem Ärger freien Lauf

Nach dem Abpfiff konnte Ahmet Gürleyen seine Enttäuschung nicht zurückhalten. Der 26-jährige Abwehrspieler kritisierte vor allem die Kommunikation des Unparteiischen. „Keine Antwort, gar nichts“, monierte Gürleyen. Die Bewertung der Szene konnte er nicht nachvollziehen: „Er hat es nicht einmal wahrgenommen – mir fehlen die Worte.“ Für den Verteidiger stand fest, dass der Schiedsrichter die Situation aus seiner Perspektive nicht korrekt eingeschätzt hatte.

Die Kritik wurde noch persönlicher, als Gürleyen hinzufügte: „Und dann ist da ein Typ, der wahrscheinlich noch nie Fußball gespielt hat. Er überlegt drei Sekunden, bevor er auf den Punkt zeigt. Es ist mir ein Rätsel.“ Auch Mittelfeldspieler Marco Schuster stand seinem Teamkollegen bei und äußerte Verständnislosigkeit über die Entscheidung.

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Emotionen kochen auch bei den Verantwortlichen hoch

Nicht nur auf dem Platz brodelte die Stimmung. Auch Hansa-Sportdirektor Amir Shapourzadeh konnte seine Emotionen nicht zügeln. Nach dem Spiel ging er auf dem Rasen verbal auf Schiedsrichter Jürgensen los. Trainer Daniel Brinkmann versuchte zwar zu deeskalieren und seinen Kollegen zu beruhigen, doch ohne Erfolg. Shapourzadeh sah die Rote Karte – ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr die Nerven nach einer erneut kniffligen Entscheidung gegen Hansa blank lagen.

Bereits zwei Wochen zuvor, beim 2:2 gegen Hoffenheim II, hatte Hansa Rostock in der Schlussphase einen fragwürdigen Elfmeter gegen sich kassiert. Diese Wiederholung verstärkte die Frustration im Team erheblich.

Forderung nach mehr Transparenz

Ahmet Gürleyen nutzte die Gelegenheit, um grundsätzliche Kritik an der Schiedsrichterpraxis zu äußern. „Ich finde, auch als Schiedsrichter sollte man sich als Mann hinstellen und erklären“, forderte der Verteidiger. Mehr Offenheit und Dialogbereitschaft könnten seiner Meinung nach dazu beitragen, solche kontroversen Situationen zu entschärfen.

Trotz aller Aufregung blieb für Trainer Daniel Brinkmann ein nüchterner Fakt bestehen: „Jetzt haben wir dafür gesorgt, dass sich eine weitere Mannschaft im Kreis oben einmischt.“ Mit dem Sieg festigte 1860 München seine Position im oberen Tabellendrittel der 3. Liga, während Hansa Rostock ohne eigene Tore leer ausging.

Die Diskussion um den umstrittenen Elfmeter wird sicherlich noch einige Tage nachhallen. Für Hansa Rostock steht nun die Aufgabe an, die Frustration abzulegen und sich auf die nächsten Herausforderungen zu konzentrieren.

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