Hansa Rostock verpasst Aufstiegschance: 0:0 gegen abgestiegenen 1. FC Schweinfurt
Hansa Rostock: 0:0 in Schweinfurt ist Aufstiegsdämpfer

Hansa Rostock verpasst wichtige Auswärtspunkte in Schweinfurt

In einem für das Aufstiegsrennen der 3. Fußball-Liga entscheidenden Spiel ist der FC Hansa Rostock beim bereits abgestiegenen Tabellenletzten 1. FC Schweinfurt nicht über ein enttäuschendes 0:0 hinausgekommen. Die Partie am 34. Spieltag entwickelte sich für die ambitionierten Norddeutschen zur echten Stolperfalle, obwohl mehr als 4000 mitgereiste Hansa-Fans ihre Mannschaft lautstark unterstützten.

Trainer Brinkmann zeigt sich enttäuscht über die Leistung

Hansa-Coach Daniel Brinkmann äußerte sich nach dem Spiel deutlich frustriert: „Es ist klar, dass das Spiel wahnsinnig in einem arbeitet. Wir haben nicht das geschafft, was wir uns vorgenommen hatten. Wir wollten und mussten gewinnen, haben aber einige Sachen nicht gut gemacht. Das müssen wir hart analysieren. Das darf uns in solch einer Phase nicht passieren.“ Trotz des Rückschlags betonte der Trainer jedoch die weiterhin bestehenden Aufstiegschancen seiner Mannschaft.

Spielverlauf mit wenigen Höhepunkten

Vor 7676 Zuschauern im Schweinfurter Stadion zeigten die Rostocker über weite Strecken eine enttäuschende Leistung. Überraschenderweise präsentierte sich der bereits feststehende Absteiger aus Schweinfurt in weiten Phasen als die gefälligere Mannschaft, konnte sich jedoch keine echten Torchancen erspielen. Die beste Gelegenheit für Hansa Rostock hatte Rechtsverteidiger Jan Mejdr in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, als sein Distanzschuss aus etwa 22 Metern nur die Latte traf.

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Das Spiel wurde in der 6. Minute aufgrund von Rauchbomben im Gästeblock des FC Hansa unterbrochen, was zu vier Minuten Nachspielzeit in der ersten Hälfte führte. Auch nach der Pause tat sich die Kogge weiterhin schwer, erst in der Schlussviertelstunde kam etwas mehr Schwung in das Spiel der Norddeutschen.

Verpasste Chancen in der Schlussphase

In den letzten Minuten des Spiels vergaben die Rostocker mehrere hochkarätige Torchancen. Andreas Voglsammer (73. und 89. Minute), Florian Carstens (89. Minute), David Hummel (79. Minute mit Pfostentreffer, 89. Minute) sowie Emil Holten (77. und 90.+5 Minute) ließen die entscheidenden Treffer verpassen. Schweinfurts Torhüter Toni Stahl blieb damit erstmals in dieser Saison ohne Gegentor.

Trainer Brinkmann kommentierte die verpassten Möglichkeiten: „In der Schlussphase hatten wir ein paar dicke Dinger und müssen treffen. Aber alles in allem muss man schon sagen, dass es kein ungerechtes Unentschieden ist. Nur das kann nicht unser Anspruch sein. Darüber ärgere ich mich maßlos.“

Aufstellung und personelle Veränderungen

Hansa Rostock musste auf den angeschlagenen Kapitän Franz Pfanne verzichten, der wegen muskulärer Probleme fehlte. An seiner Stelle kam Ahmed Gürleyen zum Einsatz. Erstmals im Drittliga-Kader dabei war das polnische Eigengewächs Milosz Brzozowski, der über ein halbes Jahr wegen einer Knieverletzung ausgefallen war.

Die Aufstellung des FC Hansa: Benjamin Uphoff im Tor - Jan Mejdr (46. Minute für Kinsombi), Ahmed Gürleyen (78. Minute für Wallner), Florian Carstens, Bergh in der Abwehr - Dirkner, Schuster, Fatkic (78. Minute für Hummel) im Mittelfeld - Lebeau (66. Minute für Kunze) sowie Krauß (66. Minute für Voglsammer) und Holten im Angriff.

Aufstiegsrennen bleibt spannend

Durch das Unentschieden zog Hansa Rostock zwar am FC Energie Cottbus vorbei, doch der Rückstand auf den neuen Dritten MSV Duisburg vergrößerte sich bei noch vier ausstehenden Partien auf drei Punkte. Trainer Brinkmann bleibt dennoch optimistisch: „Ich habe den Jungs gesagt, dass die Saison noch nicht vorbei ist. Wir können noch vier Spiele gewinnen, sind nah dran - zumindest - am dritten Platz. Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.“

Die Rostocker müssen den Dämpfer nun schnell verarbeiten, um in den verbleibenden Spielen der Saison doch noch den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga zu schaffen.

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