Hansa Rostock verpasst dritten Sieg in Folge gegen Osnabrück
Im Ostseestadion in Rostock entwickelte sich ein packender Schlagabtausch, der für Hansa Rostock jedoch erneut ohne den ersehnten Dreier endete. Zum bereits dritten Mal in Folge blieben die Kogge-Profis sieglos. Gegen den direkten Aufstiegskonkurrenten VfL Osnabrück reichte es trotz zweimaliger Führung nur zu einem enttäuschenden 2:2-Unentschieden. Bereits in der Vorwoche hatte die Rostocker Defensive beim 2:2 gegen Hoffenheim II bedenklich gewackelt.
Führung wird nicht über die Zeit gebracht
FCH-Trainer Daniel Brinkmann nahm zwei Veränderungen in seiner Startelf vor. Für den gelbgesperrten Linksverteidiger Viktor Bergh rückte Leon Reichardt in die Abwehrkette. Neuzugang Lukas Lunze musste Maximilian Krauß weichen, der offensiver ausgerichtet ist. Der 40-jährige Coach hatte im Vorfeld vor der Kompaktheit der Niedersachsen gewarnt: „Eine Mannschaft, die gern tiefer steht.“ Genau so präsentierte sich Osnabrück zu Beginn.
Doch Hansa fand eine Lücke. In der 18. Minute gelang der Traumstart: Andreas Voglsammer legte perfekt quer auf Emil Holten, der den Ball direkt aus der Luft nahm und sehenswert zum 1:0 einschoss. Es war bereits sein drittes Tor aus den letzten vier Spielen. Nur drei Minuten später fehlten Millimeter zum 2:0, als Maximilian Krauß den Ball an den Pfosten schlenzte.
Ex-Spieler trifft und spätes Drama
Doch die Gäste schlugen eiskalt zurück. In der 38. Minute traf ausgerechnet Ex-Hansa-Stürmer Robin Meißner zum 1:1-Ausgleich. Auf engstem Raum behauptete er den Ball und schob abgeklärt ein. Mit diesem Stand ging es in die Halbzeitpause.
Vor dem Wiederanpfiff kam es zu einer unschönen Szene: Schiedsrichterassistent Kadir Yagci wurde von Fan-Chaoten mit einem Schneeball getroffen, der ihn laut MagentaSport-Berichten im Gesicht traf. Der Anpfiff verzögerte sich dadurch um mehrere Minuten.
In der zweiten Hälfte blieben klare Chancen zunächst Mangelware. Trainer Brinkmann reagierte früh und brachte Adrien Lebeau nach einer Stunde zu seinem ersten Rückrunden-Auftritt. In der 62. Minute krachte der Ball nach einem Freistoß von Kenan Fatkic ans Lattenkreuz – ganz knapp am 2:1 vorbei.
Doch in der 70. Minute bebte das Ostseestadion doch noch: Andreas Voglsammer zog platziert ab und traf zum 2:1. Zuvor hatte Hansa Glück, denn Schiedsrichter Assad Nouhoum ahndete ein Handspiel von Marco Schuster nicht. Doch die erneute Führung hielt nicht bis zum Schluss.
In der 87. Minute legte Meißner stark auf Bernd Riesselmann ab, der zum 2:2-Endstand einschoss. Damit bleibt Hansa Rostock in der Tabelle hinter dem VfL Osnabrück zurück. 2:1-Torschütze Andreas Voglsammer resümierte bitter: „Letzte Woche, jetzt schon wieder. Bitter, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben.“



