Dynamo Dresdens Hauptmann: Doppelpack bringt nur Ärger trotz Torjubel
Hauptmanns Doppelpack bringt Dynamo Dresden nur Ärger

Dynamo Dresdens Spielmacher: Doppelpack bringt nur gemischte Gefühle

Trotz eines beeindruckenden Doppelpacks von Niklas Hauptmann beim 3:3-Unentschieden von Dynamo Dresden beim Karlsruher SC herrschte beim Spielmacher keine reine Freude. Der 29-Jährige erzielte seine ersten beiden Zweitligatore für die SGD, doch die verpassten drei Punkte trübten die Stimmung deutlich.

Erster Doppelpack seit über zwei Jahren

Niklas Hauptmann gelang im Wildparkstadion ein besonderes Kunststück: Zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren traf er doppelt für Dynamo Dresden. Sein letzter Doppelpack datiert aus der 3. Liga beim 7:2-Sieg gegen den VfB Lübeck. „Das ist schon speziell und gelingt mir nicht alle Tage“, gab der Sohn von Ex-Bundesliga-Star Ralf Hauptmann nach dem Spiel zu. „Für mich ist aber nicht so entscheidend, wer die Tore macht. Ich hätte lieber die drei Punkte mitgenommen.“

Diese Einstellung verdeutlicht die Enttäuschung über den verlorenen Vorsprung. Nach einer überzeugenden ersten Halbzeit führte Dresden mit 3:1, konnte die Kontrolle aber nicht über die volle Spielzeit behalten. Hauptmann analysierte: „Klar, vor dem Spiel sagst du, ein Punkt beim KSC ist völlig in Ordnung. Aber nach der ersten Halbzeit kannst und musst du hier drei Punkte mitnehmen.“

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Toranalyse und taktische Wendung

Hauptmann beschrieb seine Treffer detailliert: „Beim ersten Tor schieße ich dem Verteidiger durch die Beine, deshalb sieht der Torwart den Ball wahrscheinlich erst sehr spät. Das zweite Tor war vom Timing her top von Vincent Vermeij, der mir den Ball direkt wieder reinlegt. Da hat alles gepasst.“ Doch nach der Pause kippte das Spiel mit dem 2:3-Anschlusstreffer des KSC. „Dann nimmt das Ganze eine gewisse Dynamik an und man hat gemerkt, dass sie gedrückt haben“, so der Spielmacher.

Die Gründe für den Umschwung sieht Hauptmann weniger in taktischen Anpassungen, sondern in grundlegenden Faktoren: „Ich glaube nicht, dass es ein taktisches Thema ist. Die Dinge, die in der ersten Halbzeit für uns sprachen, haben sich danach gedreht: Zweite Bälle, gewonnene Zweikämpfe.“

Trend oder Einzelfall?

Mit nur einem Punkt aus den letzten vier von sechs Spielen könnte man von einem ärgerlichen Trend sprechen, doch Hauptmann relativiert: „Ich würde da jedes Spiel für sich betrachten. Auf Schalke haben wir uns beispielsweise über den Punkt gefreut.“ Damals gelang Dresden ein bemerkenswerter 2:2-Ausgleich aus 0:2-Rückstand.

Volle Konzentration auf das Sechs-Punkte-Spiel

Der Fokus liegt nun voll auf dem kommenden Sonntag, wenn Dynamo Dresden Preußen Münster empfängt – ein direktes Duell im Abstiegskampf. Hauptmann betont: „Klar sind diese Duelle besonders, darüber sind wir uns im Klaren. Aber ich glaube, es macht keinen Sinn, ihnen noch mehr Bedeutung beizumessen, als ohnehin schon.“

Die Vorbereitung soll genau wie beim KSC-Spiel erfolgen: „Wir werden uns in aller Klarheit auf den Gegner vorbereiten. Genau wie gegen den KSC, da waren wir top eingestellt.“ Wenn die Mannschaft über 90 Minuten die gleiche Linie durchziehen kann wie im letzten Heimspiel gegen Darmstadt, stehen die Chancen auf den dringend benötigten Dreier gut.

Insgesamt bleibt die Bilanz des Tages für Niklas Hauptmann zwiespältig: Ein historischer Doppelpack für seine Zweitliga-Statistik, doch der schale Beigeschmack des verpassten Sieges überwiegt. Die Dynamo-Fans hoffen, dass bei der nächsten Gelegenheit beides zusammenfällt: individuelle Glanzleistung und kollektiver Erfolg.

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