Trump attackiert Bundeskanzler Merz: Kritik an deutscher Haltung im Iran-Krieg eskaliert
Trump kritisiert Merz scharf für Haltung im Iran-Krieg

Trump attackiert Bundeskanzler Merz persönlich

US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU in einer scharfen Kritik für die ausbleibende deutsche Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus im Iran-Krieg angegriffen. Bei einem Kongress in Miami im US-Bundesstaat Florida richtete der Republikaner zunächst harte Worte gegen die Nato-Verbündeten Frankreich und Großbritannien, bevor er sich explizit auf Deutschland bezog.

Konkrete Namensnennung nach allgemeiner Kritik

„Der deutsche Bundeskanzler – das sind alles meine Freunde – Friedrich. Der deutsche Bundeskanzler, er sagte: 'Das ist nicht unser Krieg'“, zitierte Trump wörtlich und fügte provokant hinzu, dass dann der Ukraine-Krieg auch nicht der Krieg der USA sei. Bereits am Vortag hatte Trump Deutschland für diese Haltung kritisiert, ohne jedoch einen konkreten Namen zu nennen, und die Äußerung lediglich der „Spitze Deutschlands“ zugeschrieben.

Der umstrittene Satz stammt ursprünglich von Verteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD. Bundeskanzler Merz hatte sich bei einem Besuch in Norwegen ähnlich geäußert und erklärt: „Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden.“

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Hintergrund der diplomatischen Spannungen

Der US-Präsident hatte die Nato-Verbündeten um militärische Unterstützung bei der Absicherung der Schifffahrt durch die strategisch wichtigen Straße von Hormus gebeten, die durch den Iran-Krieg quasi blockiert ist. Diese Meerenge ist von entscheidender Bedeutung für den weltweiten Ölhandel. Da die Nato-Partner dieser Aufforderung nicht nachkamen, hat Trump sie wiederholt mit scharfen Worten kritisiert.

Auf die initiale Kritik Trumps an Deutschland reagierte die Bundesregierung am Freitag zurückhaltend. Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte in Berlin: „Wir kommentieren jetzt nicht jede Äußerung anderer Staatsoberhäupter und werden auch in diesem Fall diese Äußerung intern bewerten.“ Er betonte, man stehe im engen Kontakt mit der US-Regierung, fügte aber hinzu: „Aber es ist jetzt keine Äußerung, die uns den Schlaf raubt.“

Merz kontert mit eigener Kritik an Trump

Bundeskanzler Merz antwortete später auf die Angriffe mit deutlicher Kritik am Agieren des US-Präsidenten im Iran-Konflikt. Auf dem „F.A.Z.-Kongress 2026“ sagte Merz: „Was Trump da im Augenblick macht, ist nicht Deeskalation und der Versuch, da eine friedliche Lösung hinzubekommen, sondern eine massive Eskalation mit offenem Ausgang.“ Er warnte weiter: „Das sind Eskalationen, die schon bedrohlich sind. Nicht nur für die Betroffenen, sondern für uns alle.“

Diese wechselseitigen Vorwürfe markieren eine deutliche Verschärfung der diplomatischen Beziehungen zwischen den langjährigen Verbündeten und werfen Fragen über die Zukunft der transatlantischen Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen auf.

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