Havertz zurück im DFB-Team: Arsenal-Star will bei WM Führungsrolle übernehmen
Kai Havertz ist nach einer langen Verletzungspause wieder im Kreis der deutschen Fußball-Nationalmannschaft angekommen. Doch der 26-jährige Arsenal-Profi hat größere Ambitionen als nur die Rückkehr ins Team. Bei der anstehenden Weltmeisterschaft im Sommer will Havertz eine zentrale Rolle einnehmen und die Mannschaft mit seiner Erfahrung voranbringen.
Vom Verletzungspech zurück in die Topform
In einer Pressekonferenz vor dem Testspiel gegen die Schweiz in Basel äußerte sich Havertz optimistisch über seinen aktuellen Zustand. „Ich bringe das ein oder andere Spiel an Erfahrung mit und hoffe, wenn es auf das Turnier zugeht, vorne wegzumarschieren und den Jungs zu helfen“, erklärte der Nationalspieler. Nach einer Oberschenkelverletzung im vergangenen Frühjahr und anschließenden Knieproblemen, die ihn über die Hälfte der Saison kosteten, fühlt er sich nun wieder „sehr, sehr gut“.
Seit März kommt Havertz regelmäßig zum Einsatz, was sich besonders in den Champions-League-Achtelfinalspielen gegen seinen früheren Verein Bayer Leverkusen zeigte. Im Hinspiel rettete er Arsenal mit einem Foulelfmeter in der Nachspielzeit ein 1:1-Unentschieden. Dennoch räumt er ein: „Ich weiß, dass ich noch ein paar Spiele über 90 Minuten brauche, um endgültig an meine alte Leistungsstärke anknüpfen zu können.“
Führungsrolle ohne laute Worte
Havertz betonte, dass er zwar kein typischer Lautsprecher in der Kabine sei, aber dennoch eine Führungsfunktion übernehmen wolle. „Dass ich jetzt kein lautstarker Spieler bin, der in der Kabine die großen Ansprachen hält, das weiß glaube ich jeder. Aber es gibt auch Spieler, die mit der Leistung vorne weggehen - und da zähle ich mich dazu“, so der Offensivspieler, der sich auf verschiedenen Positionen wohlfühlt.
Sein letztes von bisher 55 Länderspielen bestritt Havertz im November 2024 beim 1:1 gegen Ungarn. Nun will er im DFB-Trikot wieder seine Flexibilität und Erfahrung einbringen, um das Team bei der WM zu unterstützen.
Zukunft bei Arsenal gesichert
Auf Gerüchte, dass Arsenal ihn aufgrund seiner Verletzungshistorie möglicherweise transferieren wolle, reagierte Havertz gelassen. Er habe davon nichts gehört und fühle sich „pudelwohl“ bei den Gunners. „Ich glaube, da sind auch alle zufrieden und happy mit mir“, erklärte er selbstbewusst. Diese positive Einstellung könnte ihm helfen, sowohl bei seinem Verein als auch in der Nationalmannschaft eine Schlüsselrolle zu übernehmen.
Mit seinem Comeback und der klaren Zielsetzung für die WM zeigt Havertz, dass er trotz der Rückschläge bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und die deutsche Mannschaft im Sommer entscheidend zu unterstützen.



