Dieter Hecking gesteht Nervosität vor Bundesliga-Rückkehr
Dieter Hecking, der erfahrene Fußballtrainer, kehrt auf die Trainerbank des VfL Wolfsburg zurück und spricht offen über die Anspannung vor seinem Comeback. In einer Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim am Samstag beschrieb er eine besondere Phase kurz vor Spielbeginn.
Die schlimmste halbe Stunde vor dem Anpfiff
Hecking nannte die Zeit von 15.00 bis 15.30 Uhr als besonders herausfordernd. „Das ist die schlimmste halbe Stunde“, sagte er. In dieser Phase wisse er oft nicht, was er tun solle, und greife zu ungewöhnlichen Ablenkungen. „Ich habe mein Handy in der Hand und gucke mir die Ergebnisse der zwölften brasilianischen Liga an“, erzählte der Trainer. Zudem gebe er sich in dieser Zeit ungesunden Gewohnheiten hin, wie dem Verzehr von Süßigkeiten, um die Anspannung zu verdrängen.
Sobald das Spiel beginnt, kehrt jedoch Ruhe ein. „Wenn das Spiel dann losgeht, habe ich mein Wässerchen in der Hand, und dann geht das auch“, so Hecking. Diese Nervosität brauche er, um in den „Match-Modus“ zu gelangen und die nötige Emotionalität auf den Platz zu bringen.
Rückkehr in die Bundesliga mit gemischten Gefühlen
Trotz der Anspannung freut sich Hecking auf seine Rückkehr in die Bundesliga. „Ich habe mich ja selbst mal als Kind der Bundesliga bezeichnet. Und wenn man dann zurückkommt, ist das schon immer wieder besonders“, betonte er. Der 61-Jährige tritt seine zweite Amtszeit in Wolfsburg an, nachdem er den Club 2015 zum DFB-Pokalsieg führte. Diesmal soll er den VfL vor dem ersten Abstieg aus der Bundesliga bewahren, eine schwere Aufgabe angesichts der aktuellen Tabelle.
Die Wolfsburger liegen vier Punkte hinter dem Relegationsrang und haben sechs der letzten sieben Spiele verloren. „Man merkt schon, dass die Serie in der Rückrunde und der Tabellenplatz an den Spielern nagen“, sagte Hecking. Dennoch zeigt er sich optimistisch und traut seiner Mannschaft eine Überraschung beim Tabellendritten Hoffenheim zu.
<3>Herausforderung und Hoffnung für den VfL WolfsburgHecking, für den es das 444. Spiel als Trainer in der Ersten Liga sein wird, betonte die Notwendigkeit von Energie und Glauben in der Mannschaft. „Wir werden alles dafür tun, dass die Mannschaft die Energie und den Glauben hat, dass sie das Spiel in Hoffenheim gewinnen kann“, erklärte er. Seine Rückkehr markiert einen wichtigen Moment für den kriselnden Club, der auf seine Erfahrung setzt, um die Saison zu retten.



