1. FC Heidenheim in der Bundesliga: Neun Spiele ohne Sieg - Trainer Schmidt kämpft um den Klassenerhalt
Die Situation beim 1. FC Heidenheim spitzt sich dramatisch zu. Als Tabellenletzter der Fußball-Bundesliga wartet der Verein von Trainer Frank Schmidt bereits seit neun Spielen auf einen dringend benötigten Sieg. Nach der 0:1-Niederlage im Kellerduell beim FC Augsburg am 22. Spieltag steht der Aufsteiger mit dem Rücken zur Wand.
Historisch schlechte Ausgangslage für Heidenheim
Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Noch nie hat ein Bundesligist seit Einführung der Drei-Punkte-Regel mit nur 13 Punkten zu diesem Zeitpunkt der Saison die Klasse gehalten. Dennoch zeigen sich Trainer Frank Schmidt und seine Mannschaft kämpferisch. „Es ist nicht das erste Mal, dass wir mit dem Rücken zur Wand stehen mit einem relativ großen Abstand und fehlenden Erfolgserlebnissen“, erklärte Schmidt nach der 15. Saisonniederlage.
Spieler halten an der Hoffnung fest
Außenverteidiger Hennes Behrens betonte nach dem neunten sieglosen Spiel in Folge die ungebrochene Zuversicht im Team: „Jeder von uns glaubt immer noch daran. Deswegen bleiben wir optimistisch. Mit einem Sieg sind wir wieder dran.“ Behrens verwies darauf, dass die Mannschaft in jedem Spiel nah dran sei und mit einem Erfolgserlebnis einen Lauf starten könne.
Tatsächlich könnte bereits der nächste Sonntag mit dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart die Wende bringen. Ein Sieg würde den Rückstand von aktuell sechs Punkten auf den Relegationsplatz verringern und neuen Mut geben.
Offensive Schwächen als Hauptproblem
Doch das größte Problem Heidenheims wurde im Spiel gegen Augsburg erneut deutlich: Die Offensive agiert erschreckend harmlos. Trainer Schmidt analysierte: „Wir sind 18., wir haben aber nicht gespielt wie ein 18. Wenn man aber die Effektivität nimmt, das Ausnutzen der Möglichkeiten, dann weiß man, warum wir unten stehen.“
Im Augsburger Spiel vergaben Jan Schöppner in der 65. Minute und Eren Dinkci in der 68. Minute aussichtsreiche Chancen. Den Augsburgern reichte dagegen ein durch Alexis Claude-Maurice verwandelter Foulelfmeter in der 80. Minute zum wichtigen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf.
Schmidt sucht nach Lösungen
Frank Schmidt bezeichnete die Niederlage als „unfassbar bitter“ und konstatierte: „Fußball ist Tore schießen, Effektivität, da lassen wir zu viel aus.“ Gleichzeitig lobte er den stabilen und selbstbewussten Auftritt seiner Mannschaft.
Dennoch fehle im Spiel der Heidenheimer „von allem etwas“ zum ersehnten vierten Saisonsieg. Der letzte Dreier datiert vom 6. Dezember beim 2:1 gegen den SC Freiburg - eine gefühlte Ewigkeit in der Bundesliga.
Die kommenden Spiele werden entscheidend für das Schicksal des 1. FC Heidenheim sein. Trainer Schmidt räumte zwar ein: „Wir haben schon einen relativ großen Abstand“, ergänzte aber kämpferisch: „Es wird nicht einfacher, trotzdem wollen wir das nächste Spiel nutzen.“ Die Mannschaft steht unter enormem Druck, muss aber gleichzeitig den Glauben an sich selbst bewahren.



