Hertha BSC beendet Zusammenarbeit mit Cristian Fiél
Hertha BSC hat sich mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Cristian Fiél getrennt. Der Verein gab die Trennung am Montag bekannt. Fiél hatte das Amt erst im Sommer 2023 übernommen, nachdem er zuvor die zweite Mannschaft des Vereins trainiert hatte. Die Entscheidung fiel nach einer Serie von enttäuschenden Ergebnissen in der 2. Bundesliga.
Enttäuschende Bilanz nach vier Monaten
Unter Fiéls Leitung holte Hertha in zehn Pflichtspielen nur zwölf Punkte. Das Team liegt derzeit auf Platz 13 der Tabelle, weit entfernt von den Aufstiegsplätzen, die der Verein vor der Saison als Ziel ausgegeben hatte. Die sportliche Leitung um Geschäftsführer Benjamin Weber und Sportdirektor Andreas „Zecke“ Neuendorf zog die Konsequenzen. „Wir haben uns nach intensiven Gesprächen dazu entschlossen, den Weg mit Cristian Fiél nicht fortzusetzen“, sagte Weber. „Die Entwicklung der Mannschaft und die Ergebnisse der vergangenen Wochen haben uns nicht überzeugt.“
Interimslösung und Trainersuche
Die Nachfolge wird zunächst interimistisch geregelt. Co-Trainer Tom Persich und U23-Trainer Stephan Schmidt übernehmen vorerst das Training. Der Verein kündigte an, zeitnah einen neuen Cheftrainer präsentieren zu wollen. Namen möglicher Kandidaten wurden zunächst nicht genannt. Hertha BSC steht unter Druck, den Wiederaufstieg in die Bundesliga zu schaffen. Die Trennung von Fiél ist bereits die zweite Trainerentscheidung innerhalb eines Jahres – nachdem der Verein im April 2023 bereits Pal Dardai entlassen hatte.
Reaktionen aus der Mannschaft
Mannschaftskapitän Toni Leistner äußerte sich verhalten zur Trennung. „Die Entscheidung ist gefallen, und wir müssen nach vorne schauen. Jeder Trainerwechsel ist eine Zäsur. Wir Spieler tragen auch Verantwortung für die Ergebnisse“, sagte Leistner. Die Mannschaft bereitet sich derzeit auf das nächste Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern vor, das am kommenden Samstag stattfindet.
Ausblick auf die kommenden Wochen
Hertha BSC muss nun schnell Stabilität finden. Die Fans hoffen auf einen Impuls durch den Trainerwechsel. Die Vereinsführung betonte, dass man bei der Suche nach einem neuen Coach keine übereilte Entscheidung treffen werde. „Wir werden uns die Zeit nehmen, den richtigen Kandidaten zu finden“, so Weber. Die kommenden Spiele gegen direkte Konkurrenten im unteren Tabellendrittel werden richtungsweisend sein.



