Hertha-Kapitän Reese wütend auf VAR: Vier Tore aberkannt - 'Ich jubele nie wieder!'
Der Kapitän von Hertha BSC, Fabian Reese, hat nach der bitteren Pokalpleite im Viertelfinale gegen den SC Freiburg (5:6 n.E.) die Geduld verloren. Der 28-Jährige äußert sich frustriert über den Videobeweis (VAR), der ihm in dieser Saison bereits vier Tore gestrichen hat. „Ich weiß nicht, wie viele Tore mir in dieser Saison schon geklaut wurden durch Abseits und VAR. Ich jubele in Zukunft nicht mehr!“, erklärt Reese nach dem Spiel.
Emotionale Achterbahnfahrt im Pokalspiel
In der 7. Minute des Duells hatte Reese das vermeintliche 1:0 für Hertha erzielt. Das Stadion explodierte vor Begeisterung, der Jubel hielt minutenlang an. Doch Schiedsrichter Patrick Ittrich (47) nahm den Treffer nach einer Überprüfung durch den Video-Schiedsrichter zurück. Korrekterweise begründete er: „Bei der ersten Flanke stand der Spieler mit der Nr. 2 (Julian Eitschberger) im Abseits.“ Für Reese war dies nicht das erste Mal, dass eine knappe Entscheidung seinen Torjubel erstickte.
Vier gestrichene Tore und der 'Diebstahl des Jahres'
Insgesamt wurden dem Hertha-Kapitän in dieser Spielzeit bereits vier Tore aberkannt. Der Höhepunkt dieser Serie war sicherlich das zurückgenommene 'Tor des Jahres' am 4. Oktober 2025 gegen Preußen Münster. Reese hatte aus 40 Metern Entfernung von der Seitenlinie mit einem Lupfer eingenetzt. Minuten später, nach einem Orkan der Emotionen, entschied der VAR auf Millimeter-Abseits im Vorfeld durch Stürmer Grönning.
„Das war der Diebstahl des Jahres!“, ärgerte sich Reese damals. Viele Fußball-Fans teilen diese Frustration über zurückgenommene Tore, wenn die kalibrierte Linie nach minutenlangem Einsatz Millimeter-Entscheidungen gegen den Torschützen trifft. Die Kritik an der Genauigkeit dieser Technik wird immer lauter.
Lichtblick in der Verlängerung
Zurück zum Pokalspiel gegen Freiburg: In der Verlängerung hatte Reese doch noch Grund zum Jubeln. Der Hertha-Kapitän krönte seine starke Leistung mit einem Traum-Tor zum 1:1 in der 104. Minute. Auch im Elfmeterschießen traf Reese gegen Freiburg. Trotz dieser individuellen Glanzleistung blieb Hertha am Ende nur der Stolz, mit einem Bundesligisten auf Augenhöhe mitgehalten zu haben.
Nach dem Pokal-Aus ist der Bundesliga-Aufstieg nun das große Ziel für die Berliner. Gegen den direkten Konkurrenten Hannover benötigt Hertha am Samstag (13 Uhr) einen Sieg und weitere Tore von Fabian Reese. Wenn der VAR nichts dagegen hat...



