Videobeweis-Sabotage in Münster: Hertha BSC siegt trotz schwarzem VAR-Bildschirm
Hertha siegt trotz sabotiertem VAR-Bildschirm in Münster

Kurioser Zwischenfall beim Zweitligaspiel: VAR-Bildschirm bleibt nach Sabotage schwarz

In einem außergewöhnlichen Zweitligaspiel hat Hertha BSC einen wichtigen 2:1 (1:0)-Auswärtssieg bei Preußen Münster errungen. Die Begegnung war von einem kuriosen Vorfall geprägt, als der Videobeweis-Bildschirm aufgrund mutmaßlicher Sabotage schwarz blieb. Dennoch konnte sich die Berliner Mannschaft durchsetzen und feierte damit ihren zweiten Sieg in Folge.

Hertha dominiert zunächst und erhält umstrittenen Elfmeter

Vor 12.794 Zuschauern im Preußenstadion zeigte Hertha BSC von Beginn an ihre spielerische Überlegenheit. Die Berliner kontrollierten das Spielgeschehen und schufen mehrere gefährliche Torchancen durch Josip Brekalo und Michał Karbownik. Kurz vor der Halbzeitpause eskalierte die Situation dann: Michaël Cuisance ging nach einem Zweikampf mit Niko Koulis an der Strafraumgrenze zu Boden.

Schiedsrichter Felix Bickel wurde vom Videoreferee zur Überprüfung der Szene aufgefordert, doch der VAR-Bildschirm blieb unerwartet schwarz. Nach Angaben des Sicherheitsdienstes, die von Sky übermittelt wurden, hatten zwei vermummte Personen den Stecker des Monitors gezogen. Trotz dieser technischen Störung entschied Bickel nach Rücksprache mit Video-Assistentin Katrin Rafalski auf Strafstoß.

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Fabian Reese verwandelte den umstrittenen Elfmeter sicher in der 45.+4 Minute und brachte Hertha in Führung. Nur zwei Minuten später sah der Stürmer jedoch die Gelbe Karte für ein Foul im Mittelfeld und wird damit im kommenden Top-Spiel gegen den VfL Bochum fehlen.

Münster gleicht aus, Hertha siegt in der Nachspielzeit

Nach der Pause schlug der abstiegsgefährdete Gastgeber überraschend zurück. Bereits in der 46. Minute nutzte Jannis Heuer einen Eckball von Oliver Batista Meier zum Kopfballtor und erzielte den Ausgleich für Preußen Münster. Die Berliner schienen von diesem unerwarteten Gegentreffer überrascht und verloren zeitweise die Kontrolle über das Spiel.

Erst in der Schlussphase fand Hertha BSC wieder zu ihrer spielerischen Stärke zurück. Nach vergebenen Chancen durch Julian Eitschberger und Morten Winkler gelang dem 23-jährigen Marten Winkler in der 90.+3 Minute der entscheidende Treffer. In einem sehenswerten Konter beendete er das Spiel erfolgreich und sicherte Hertha BSC drei wichtige Punkte.

Leitl sieht Aufstiegschancen realistisch

Trainer Stefan Leitl hatte nach der 2:5-Niederlage in Paderborn vor zwei Wochen die Aufstiegshoffnungen gedämpft, doch mit diesem Sieg rückt Platz sechs wieder in greifbare Nähe. Der 48-Jährige hatte die verbleibenden Spiele zu einer Art Casting für die kommende Saison erklärt und möchte herausfinden, auf welche Spieler er in der nächsten Spielzeit setzen kann.

Mit diesem Erfolg setzt Hertha BSC seine positive Entwicklung fort und positioniert sich im Mittelfeld der 2. Bundesliga. Der kurios sabotierte VAR-Bildschirm wird jedoch noch lange für Diskussionsstoff sorgen.

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