Heymann wechselt innerhalb der Handball-Bundesliga
Der deutsche Nationalspieler Sebastian Heymann wird in der kommenden Saison für den TSV Hannover-Burgdorf auflaufen. Der 28-jährige Rückraumspieler verlässt die Rhein-Neckar Löwen nach zwei Jahren, obwohl sein Vertrag in Mannheim noch bis 2027 gültig war. Beide Vereine gaben den Wechsel am Dienstag bekannt.
Mehr Spielanteile als Ziel
Heymann, der mit der deutschen Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris die Silbermedaille gewann, begründete seinen Schritt mit dem Wunsch nach mehr Einsatzzeit. „Um meine persönlichen Ziele zu erreichen, ist es für mich wichtig, wieder mehr Spielanteile zu bekommen“, erklärte der gebürtige Mannheimer. In Hannover trifft er auf seine olympischen Teamkollegen Renars Uscins und Justus Fischer.
In den vergangenen Jahren wurde Heymann immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Bei der Weltmeisterschaft 2025 und der Europameisterschaft 2026 fehlte er im Kader der deutschen Auswahl. Der wurfgewaltige Rückraumspieler hofft nun auf einen Neuanfang in Hannover, um sich für zukünftige Nationalmannschaftsberufungen zu empfehlen.
Löwen-Trainer Machulla zeigt Verständnis
Maik Machulla, Trainer der Rhein-Neckar Löwen, würdigte Heymanns Einsatz und Charakter: „Basti hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt und alles eingebracht, was ihn auszeichnet. Trotz einiger Rückschläge hat er sich immer wieder zurückgekämpft.“ Der Übungsleiter betonte, dass der Wechsel im beiderseitigen Einvernehmen erfolgte: „Basti kam mit dem Wunsch auf uns zu, sich ab Sommer zu verändern, auch mit Blick auf seine sportliche Perspektive. Nach intensiven Gesprächen sind wir diesem Wunsch nachgekommen.“
Der Transfer unterstreicht die Ambitionen des TSV Hannover-Burgdorf, der sich mit Heymann einen erfahrenen und torgefährlichen Spieler sichert. Für die Rhein-Neckar Löwen bedeutet der Abgang einen weiteren Umbau im Kader nach mehreren Abgängen in den vergangenen Monaten.



