Am Donnerstag (13.00 Uhr) wird Bundestrainer Julian Nagelsmann seinen 26 Spielern die Tickets für die WM in den USA, Kanada und Mexiko offiziell überreichen. Damit endet die Zeit der Spekulationen, doch die Debatten um die Personalauswahl dürften weitergehen. Nagelsmann betonte im ZDF-„Sportstudio“, dass viel diskutiert werden könne, wer mitmüsse, und zeigte sich genervt vom Wirbel vor der Kaderbekanntgabe.
Indiskretionen aus Berater- oder Clubkreisen sowie mediale Vermutungen sind fester Bestandteil dieser Phase. Nagelsmann muss diese Reflexe einer auf Klicks und Sensationen fokussierten Branche ertragen. Er selbst sagte: „Es steht etwas ganz Großes am Donnerstag an“, ergänzte jedoch, dass das Turnier wichtiger sei. Entscheidend sei nicht, wer spiele, sondern wie gespielt werde. „Wir müssen als Team besser sein“, hob er den Mannschaftsgeist hervor.
Viele Entscheidungen sind bereits durchgesickert. Das Comeback von Manuel Neuer – samt Degradierung von Oliver Baumann zur Nummer zwei – muss nur noch bestätigt werden. Alexander Nübel wird wohl auf den dritten Platz durchgereicht, und Jonas Urbig soll als Trainingstorhüter nominiert werden. Vier Torhüter wären ein WM-Novum. Nagelsmann sagte, er würde gerne 50 Spieler mitnehmen, aber 26 seien erlaubt.
Führungsspieler wie Joshua Kimmich, Nico Schlotterbeck, Kai Havertz und David Raum sowie Leistungsträger wie Florian Wirtz, Jamal Musiala und Aleksandar Pavlovic haben ihre Plätze sicher. Überraschungen sind die Nominierungen von Lennart Karl (18) und Said El Mala (19) ohne Länderspielerfahrung. Das Stuttgart-Trio Deniz Undav, Jamie Leweling und Angelo Stiller gilt ebenfalls als fix. Leon Goretzka hat sein Comeback nach der EM-Ausmusterung 2024 sicher, und Nick Woltemade erhielt im „Sportstudio“ öffentlich die WM-Zusage.
Absagen gibt es für Fanliebling Niclas Füllkrug, der bei West Ham United und AC Mailand nicht in Form kam, sowie für die Stuttgarter Josha Vagnoman und Maximilian Mittelstädt.



