Hildebrand verteidigt Neuer: „Alle keine Ahnung“ nach Ecuador-Pleite
Hildebrand verteidigt Neuer: „Alle keine Ahnung“

Ex-Nationaltorwart Timo Hildebrand hat Manuel Neuer nach der 1:2-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador vehement verteidigt. In einem auf Instagram veröffentlichten Video wandte sich der 46-Jährige gegen Kritik an der aktuellen Nummer eins und warf Medien sowie Fans mangelndes Fachwissen vor.

Hildebrand: „Ihr habt alle keine Ahnung“

„Jeder sucht ja wieder einen Schuldigen“, sagte Hildebrand in dem Clip. Die Berichterstattung über einen angeblichen „Torwartpatzer“ oder „Torwartfehler“ könne er nicht nachvollziehen. „Ich sag's euch, ihr habt alle keine Ahnung“, so der frühere Nationalkeeper. Die Debatte über Neuers Leistung beim letzten Gruppenspiel der WM 2026 ärgere ihn „richtig hart“.

Manuel Neuer war bei beiden Gegentoren nicht glücklich ausgesehen. Vor allem beim zweiten Treffer zum 1:2-Endstand sahen Experten eine Mitschuld des 40-Jährigen. Neuer selbst zeigte sich nach dem Spiel unbeeindruckt und antwortete auf die Frage, ob es sich um einen Fehler gehandelt habe, mit einem knappen „Nein“.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Kritik an Mitspielern: Raum, Musiala und Tah im Fokus

Hildebrand führte ins Feld, dass den Gegentoren mehrere Fehler von Feldspielern vorausgegangen seien. „David Raum hat ein Kopfballduell verloren, Jamal Musiala hat sich wegschubsen lassen wie ein Schuljunge, und Jonathan Tah hat falsch gestanden“, zählte der Ex-Torwart auf. Aus seiner Sicht sei es unfair, allein Neuer die Schuld zuzuweisen.

Die Diskussion um Neuers Form kommt für die deutsche Mannschaft zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Am Montag steht das Sechzehntelfinale der WM an. „Es braucht einen Neuer in Topform“, betonte Hildebrand. Er appellierte an die Fans, den Torwart in Ruhe zu lassen. „Lasst mal Neuer in Ruhe“, forderte er.

Neuers Selbstbewusstsein ungebrochen

Die öffentliche Debatte scheint den ehemaligen Welttorhüter nicht zu belasten. Neuer zeigte sich nach der Partie gewohnt selbstbewusst und wies jede Kritik an seiner Person zurück. Die Frage nach einem Torwartfehler zum 1:2 beantwortete er knapp mit „Nein“.

Hildebrands Verteidigung spiegelt das typische Solidaritätsgefühl unter Torhütern wider. Torwarte würden sich oft missverstanden fühlen von Leuten, die ihre Position nicht verstehen, so der Ex-Nationalkeeper. Die Debatte um Neuer zeigt einmal mehr, wie schnell die vermeintliche Nummer eins im Fokus steht – und wie sehr sie von ihren Kollegen gestützt wird.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration