Hoeneß stellt Zukunft von Bayern-Bossen Eberl und Dreesen in Frage - Härtere Linie gegen Berater angekündigt
Hoeneß: Zukunft von Bayern-Bossen Eberl und Dreesen offen

Hoeneß lässt Zukunft von Bayern-Bossen offen - Härteres Vorgehen gegen Berater-Szene angekündigt

Der mächtige Aufsichtsrat des FC Bayern München, Uli Hoeneß, hat klargestellt, dass die Vertragsverlängerungen von Sportvorstand Max Eberl und Vorstandschef Jan-Christian Dreesen keineswegs reine Formsache sind. In einem aktuellen Interview positionierte sich der Ehrenpräsident deutlich und kündigte zugleich ein härteres Vorgehen gegen die Einflussnahme von Spielerberatern an.

Entscheidung über Verträge erst nach Transferperiode

Laut Hoeneß wird der Aufsichtsrat erst im Juli oder August, also nach Abschluss der sommerlichen Transferperiode, über die Zukunft der beiden Führungspersönlichkeiten entscheiden. "Im Aktienrecht ist geregelt, dass wir vor dem 1. Juli - also ein Jahr vor Vertragsende - nicht darüber entscheiden dürfen", erklärte Hoeneß in der "Bild". Beide Verträge laufen am 30. Juni 2027 aus, was bedeutet, dass Eberl und Dreesen in den kommenden Monaten mit überzeugenden Personalentscheidungen und Transfers punkten müssen.

Hoeneß betonte zwar, dass sich beide Verantwortlichen "gut entwickelt" hätten, doch gleichzeitig machte er deutlich, dass die sportliche Leistung und wirtschaftliche Vernunft im Vordergrund stehen müssen. Insbesondere die Vergabe von zu hohen Gehältern und Handgeldern an Spieler und deren Berater war in der Vergangenheit ein Kritikpunkt im Aufsichtsrat.

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Klare Kante gegen Spielerberater

Besonders deutlich wurde Hoeneß in seiner Kritik an der Berater-Szene. "Wir werden dieses ganze Berater-Thema zur Diskussion stellen! Und wir werden es uns nicht mehr gefallen lassen, dass Berater allein bestimmen, wie es läuft", sagte der Bayern-Macher. Nach der jüngst abgeschlossenen Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano kritisierte er, dass der Beitrag der Spieleragenten "zunehmend in keinem Verhältnis mehr zur Honorierung" stehe.

Der Aufsichtsrat kündigte konkrete Maßnahmen an:

  • Verstärktes "Nein" zu überzogenen Forderungen
  • Klare Kommunikation gegenüber Spielern über inakzeptables Verhalten ihrer Berater
  • Mögliche schwarze Listen für unfair verhandelnde Berater

"Man kann auch dem Spieler einmal sagen: 'Wenn dein Berater weiter so unverschämt verhandelt, werden wir mit ihm nicht mehr über deine Zukunft bei uns sprechen.' So weit muss das gehen", so Hoeneß wörtlich.

Herausfordernde Personalentscheidungen stehen an

Vor diesem Hintergrund stehen Max Eberl und sein Team vor schwierigen Verhandlungen. Neben der Zukunft von Torhüter Manuel Neuer und Stürmer Harry Kane muss auch über die Vertragsverlängerung von Konrad Laimer entschieden werden, der angeblich bis zu 15 Millionen Euro verlangen soll. Diese Entscheidungen werden in enger Abstimmung mit Sportdirektor Christoph Freund, Trainer Vincent Kompany und Vorstandschef Jan-Christian Dreesen getroffen werden müssen.

Die kommenden Monate werden somit entscheidend sein für die Zukunft der Bayern-Führung. Eberl und Dreesen müssen nicht nur sportliche Erfolge vorweisen, sondern auch beweisen, dass sie die neue, härtere Linie gegenüber Spielerberatern erfolgreich umsetzen können. Der Aufsichtsrat unter Führung von Uli Hoeneß wird dabei genau hinschauen und die Entwicklung bis Sommer kritisch beobachten.

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