Der HSV Hamburg hat in der Handball-Bundesliga einen wichtigen Heimsieg gefeiert. Die Hanseaten besiegten den TVB Stuttgart am Sonntag mit 31:26 (16:11). Damit bleibt Stuttgart das einzige Team der Liga, das in dieser Saison noch kein Auswärtsspiel gewinnen konnte.
Früher Verletzungsschock für Hamburg
Die Partie begann mit einem Rückschlag für die Gastgeber. Nach nur drei Minuten verletzte sich Hamburgs Linksaußen Kaj Geenen (22) am Knöchel, als er unglücklich wegrutschte. Er musste von Mitspieler Moritz Sauter (23) und einem Betreuer vom Feld getragen werden. Da auch Stamm-Linksaußen Casper Mortensen aufgrund einer Knieverletzung fehlte, sprang Rückraumspieler Elias Kofler (25) ein.
Hamburg dominiert die erste Hälfte
Trotz der personellen Probleme fand der HSVH schnell ins Spiel. Nach zwölf Minuten führten sie bereits mit 7:4. Stuttgarts Trainer Misha Kaufmann (42) zeigte sich unzufrieden und nahm eine Auszeit. Seine Worte sorgten für den Lacher des Tages: „Von Gier und Galligkeit ist nichts zu spüren, Jungs. Ihr lauft da herum wie ein zahmes Pferdchen!“ Die Ansprache zeigte kurzzeitig Wirkung: In der 22. Minute verkürzte der TVB auf 9:10. Doch vor der Pause ließ die Treffsicherheit der Gäste nach, und es ging mit 16:11 für Hamburg in die Kabine.
Stuttgarts Aufholjagd kommt zu spät
Nach der Pause machte der TVB bereits seinen siebten technischen Fehler, während Hamburg nur einen beging. Der genesene Geenen traf in der 34. Minute zum 20:12. Wie im ersten Durchgang steigerte sich die Mannschaft von Kaufmann angesichts des großen Rückstands und verkürzte zwölf Minuten vor Schluss auf 21:25. Die Aufholjagd kam jedoch zu spät, Hamburg brachte den 31:26-Sieg ins Ziel. Stuttgart wartet weiter auf den ersten Auswärtssieg in dieser Saison.
Häfner enttäuscht: „Wir waren nicht bereit“
Ex-Nationalspieler Kai Häfner (36), der fünf Tore erzielte, zeigte sich bei Dyn enttäuscht: „Heute bin ich echt enttäuscht von uns, das kommt selten vor. Wir waren einfach nicht bereit, den Extrameter zu gehen und wollten uns gefühlt nie wehtun. So hast du hier keine Chance. Es war ein sehr gebrauchter Tag.“ Häfner ist mit 235 Toren zweitbester Schütze der Liga, nur Superstar Mathias Gidsel (27/261 Tore) trifft häufiger. Auf die Frage nach Kaufmanns „Pferdchen“-Vergleich antwortete er: „Ich weiß nicht, welches Tier man dafür nimmt, aber es passt genau. Wir sind in allem etwas zu langsam und das reicht einfach nicht.“
Andersen freut sich über Unterstützung
Hamburgs Frederik Bo Andersen (27) genoss den Sieg und die Atmosphäre: „Ich weiß, wie schön Hamburg im Sommer ist. Dass so viele Menschen in die Halle kommen und uns unterstützen, ist am coolsten heute!“



