HSV-Remberg nach Leipzig-Pleite: "Es herrschte eine komische Energie"
Nach der 1:2-Niederlage des Hamburger SV gegen RB Leipzig hat Mittelfeldspieler Nicolai "Rambo" Remberg (25) eine ehrliche und schonungslose Analyse des Spiels geliefert. Der als robust und aggressiv bekannte Kämpfer des HSV sprach von einer ungewöhnlichen Atmosphäre auf dem Platz.
"Verdiente Niederlage" gegen Leipzig
"Man muss schon sagen, dass es eine verdierte Niederlage war", erklärte Remberg nach dem Abpfiff. "Es herrschte eine komische Energie, wir waren von Anfang an nicht so griffig, nicht so im Spiel drin. Trotz unserer zwischenzeitlichen Führung war Leipzig besser."
Der ehemalige Kieler Spieler präzisierte seine Einschätzung weiter: "Wir waren immer einen Schritt zu spät, hatten dumme Ballverluste. Was uns sonst nicht passiert. Das hat uns irgendwo den Stecker gezogen."
Ballbesitz-Fußball gegen starken Gegner
Remberg ging auch auf die Spielphilosophie des HSV ein: "Wir wollen immer den Ball kicken. Es kommt natürlich auch auf den Gegner an. Wenn sie den Ball auf die Seiten gespielt haben, war es schwer, die Kugel in den eigenen Reihen zu halten."
Der Mittelfeldspieler betonte: "Klar, wir definieren uns über Ballbesitz, aber wir spielen immerhin gegen Leipzig. Es hätte am Ende vielleicht noch einer hereinfallen können, aber es hat nicht gereicht. Mit Ball war es von uns zu wenig, um etwas mitzunehmen."
Respekt vor Leipzigs Qualität
Sogar für die siegreichen Leipziger hatte Remberg ein Lob übrig: "Es ist schon enorm, wenn die Stürmer Yan Diomande oder Antonio Nusa antreten. Wenn sie ins Eins-gegen-eins-Duell gehen, dann fehlt dir danach als Gegenspieler ein wenig die Power, um mit dem Ball etwas zu kreieren."
Den frühen Ausfall von Innenverteidiger Nicolas Capaldo (20.) wollte "Rambo" nicht als Hauptgrund für die erste Niederlage in der laufenden Rückrunde heranziehen, obwohl er den Argentinier im weiteren Spielverlauf vermisste: "Capi steht für Intensität, kann einen mal umhauen, geht mal richtig rein."
Blick nach vorn auf Leverkusen-Spiel
Am Mittwoch (20.30 Uhr) wartet mit Bayer Leverkusen bereits der nächste schwere Gegner auf den HSV. Das Nachholspiel vom 17. Spieltag findet im Volksparkstadion statt.
Remberg blickt nach vorne: "Zum Glück geht es ja in wenigen Tagen fix weiter. Wir müssen das Leipzig-Spiel abhaken. Aktuell nervt es aber." Die Niederlage gegen Leipzig stellt für den Hamburger SV einen Rückschlag dar, doch der Fokus liegt bereits auf der nächsten Herausforderung.



